AHV dank EU-Zuwanderern in gutem Zustand
publiziert: Sonntag, 14. Sep 2008 / 13:45 Uhr

Bern - Der AHV geht es gut - dank den Arbeitnehmern aus der EU: Dies erklärt Yves Rossier, Direktor des Bundesamts für Sozialversicherung, in einem Interview mit der «NZZ am Sonntag».

IV-Renten der EU-Bürger rückläufig: Yves Rossier.
IV-Renten der EU-Bürger rückläufig: Yves Rossier.
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Es gebe eine Konstante bei der AHV: Die Ausgaben stiegen, weil wir immer älter würden; die Einnahmen hingegen seien stark von der Konjunktur abhängig. Rossier freut sich, «dass es der AHV heute so gut geht». Die Arbeitnehmer aus der EU seien «ein Segen» für die Sozialversicherungen, nicht nur für die AHV.

Seit einem Jahr beispielsweise zahlen die EU-Bürger laut Rossier bei der IV mehr Beiträge ein als dass sie Renten beziehen. Bis anhin war es umgekehrt. Bei den EU-Bürgern gehe die Zahl der IV-Renten sogar deutlich stärker zurück als bei den Schweizern.

Niedergang droht ohnehin

Aber selbst bei optimistischen Wirtschaftsprognosen werde es bei der AHV «irgendwann wieder runtergehen». Das werde auch von den Gewerkschaften nicht bestritten. Deshalb seien Massnahmen zu ergreifen - «je früher, desto besser».

Das heutige System mit einer einheitlich errechneten Rente werde immer weniger aktuell. Deshalb sei hier eine Flexibilisierung nötig, indem man sich beispeilsweise schrittweise aus der Arbeit verabschieden könne. Das sei in der 11. AHV-Revision mit der Einführung von halben Renten vorgesehen. Diese Flexibilisierung müsse aber mit der 12. AHV-Revision weitergehen.

(ht/sda)

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