AXA kappt Schweizer Pool für Luftfahrtversicherungen
publiziert: Sonntag, 25. Mrz 2007 / 13:55 Uhr

Bern - Das Geschäft mit Luftfahrtversicherungen in der Schweiz wird neu aufgemischt. Der Schweizer Pool für Luftfahrtversicherungen (SPL), von dem vor allem kleine Versicherer profitierten, zeichnet nach 60 Jahren seines Bestehens keine Neugeschäfte mehr.

AXA will die Luftfahrtrisiken künftig selber tragen.
AXA will die Luftfahrtrisiken künftig selber tragen.
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Ein Grund ist der Entscheid des französischen Versicherungsriesen AXA, nach dem Kauf der Winterthur den Pool künftig nicht mehr mitzutragen.

Weitere Hintergründe seien der steigende Verdrängungswettbewerb im nationalen Markt und das für die Poolgesellschaft teils ineffiziente Geschäftsmodell, sagte SPL-Geschäftsstellenleiter Martin Rüegg auf Anfrage zu einem Bericht der «NZZ am Sonntag».

Keine Risiko-Zeichnungen mehr

Ab Mitte Jahr werden deshalb keine neuen Risiken mehr gezeichnet. Die Poolversammlung habe beschlossen, per 30. Juni 2007 sämtliche Zeichnungsaktivitäten einzustellen. Der Entscheid wurde bereits am 9. März gefällt. Die bestehenden Schadensfälle wie etwa durch die Flugzeugkollision bei Überlingen würden jedoch bis zum Schluss abgewickelt, betonte Rüegg.

Treibende Kraft des Luftfahrtpools war bis anhin der Versicherer Winterthur, der über das erforderliche Branchenwissen verfügte. Zudem wickelte die Winterthur rund die Hälfte des Pool-Geschäfts mit einem jährlichen Prämienvolumen von insgesamt 80 Mio. Franken ab.

AXA im Alleingang

Nun will AXA nach dem Kauf der Winterthur das Geschäft in der Schweiz jedoch lieber im Alleingang betreiben. Als weltweit zweitgrösster Versicherer brauche die AXA in der Luftfahrtversicherung keine Poollösungen, sagte Winterthur-Sprecherin Regula Schenkel auf Anfrage.

Die AXA verfüge über genügend Know how und finanzielle Kapazitäten, um die Luftfahrtrisiken selbst zu tragen. Man habe deshalb beschlossen, nicht mehr am Luftpool teilzunehmen.

(ht/sda)

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