Krankenversicherung
Ab 10% Prämienanstieg ziehen die Versicherten einen Wechsel in Betracht
publiziert: Donnerstag, 24. Nov 2011 / 09:09 Uhr
Bis zum 30. November haben Sie noch die Möglichkeit bei Ihrer Krankenkassenprämie zu sparen.
Bis zum 30. November haben Sie noch die Möglichkeit bei Ihrer Krankenkassenprämie zu sparen.

Ab einer Prämienerhöhung von wie viel Prozent fragen die Versicherungsnehmer eine Offerte an, mit der Absicht, die Krankenversicherung zu wechseln? Wie hoch muss das voraussichtliche Sparpotenzial bei den Prämien sein, damit die Versicherten online eine Offerte einholen? bonus.ch hat eine Studie durchgeführt.

5 Meldungen im Zusammenhang
Weiterführende Links zur Meldung:

Der beste Preis per Mausklick
vergleichen und sparen
www.bonus.ch

bonus.ch, das Online-Vergleichsportal, hat die Offertenanfragen, die seit der Veröffentlichung der Prämien für 2012 eingegangenen sind, analysiert. Festzustellen ist, dass umso mehr Offertenanfragen eingehen, je höher der jeweilige Prämienanstieg unter den betreffenden Personen ist. Darüber hinaus hebt die Studie aufschlussreiche Tendenzen hinsichtlich des Verhaltens der Versicherten hervor:

Ein Sparpotenzial von CHF 300.- ist der Auslöser

Die vom BAG angekündigte durchschnittliche Prämienerhöhung für 2012 war 2.2%. Ein eher mässiger Anstieg verglichen mit den beiden Vorjahren. Diese Prozentzahl sowie eine nachlassende Mediatisierung des Themas resultierten in einem Rückgang des Wechselinteresses der Versicherten. Doch beim Erhalten der Prämienabrechnung für 2012 waren viele Versicherte dann überrascht zu sehen, dass ihre Prämie um 5% und mehr steigt. So nutzte eine Vielzahl von ihnen bonus.ch, um die Prämien ihrer Krankenkasse mit denen der Konkurrenz zu vergleichen. Dennoch haben nur etwa 9% der Personen ihren Prämienvergleich mit einer Offertenanfrage abgeschlossen. Für die Mehrheit unter ihnen war die durch einen Versicherungswechsel realisierbare Prämienersparnis CHF 300.- im Jahr.

Zu wenige Versicherte profitieren von ihrem Sparpotenzial

bonus.ch hat das Verhältnis der Offertenanfragen zur Gesamtzahl der ausgeführten Prämienvergleiche auf seinem Portal analysiert. Unter den Personen, deren Prämienerhöhung für 2012 unter 5% liegt, schliessen nur 7.3% ihre Suche nach einer niedrigeren Prämie mit einer Offertenanfrage ab. Mit 11.3% ist der Prozentsatz an Offertenanfragen am höchsten bei den Personen, deren Prämienerhöhung 10% übersteigt. Das zeigt, dass immer noch zu wenige Versicherte von ihrem Sparpotenzial profitieren. Bedenkt man, dass die Leistungen der Grundversicherung gesetzlich festgelegt und folglich für alle Krankenkassen gleich sind, ist es erstaunlich, dass fast 90% der Versicherten auf eine jährliche Ersparnis von durchschnittlich CHF 560.- verzichten.

10% Prämienanstieg: Limit für junge Erwachsene und Erwachsene

Durch Analysieren des Alters der Versicherten, für die eine Offerte angefragt wurde, lässt sich die geringste Bewegung bei den 0- bis 19-Jährigen, Personen also, bei denen oft die Eltern die Krankenversicherungskosten übernehmen, feststellen. Über 90% der Vergleiche für diese Altersgruppe haben nicht zu einer Offertenanfrage geführt, auch wenn die Prämienerhöhung über 10% betrug. Parallel dazu zeigen Personen ab 19 Jahre gemeinhin mehr Flexibilität und schliessen ihren Krankenkassenvergleich mit einer Offertenanfrage ab. Die grösste Anzahl an Offertenanfragen von Personen, die eine Prämienerhöhung von mehr als 10% erfahren haben, bezieht sich in der Tat auf junge Erwachsene (12.5%) und Erwachsene (10.7%).

Die Versicherten erforschen ihre Alternativen gut

Obwohl mit 57% die Mehrheit der Versicherten einen Prämienvergleich für die «traditionellen und alternativen Modelle» wählt, interessieren sich fast 30% ausschliesslich für einen Vergleich der «alternativen Modelle». Eine beachtliche Anzahl an Offertenanfragen kommt von Personen, die zwar ihre Prämien reduzieren, aber nicht die Krankenkasse wechseln möchten, weshalb sie die Parameter optimieren, die das Prämienniveau bestimmen. Über 80% der Offertenanfragen betreffen die Alternativmodelle, insbesondere das «Hausarzt-Modell» (46%). Betreffs der Franchisen, ist es die Franchise CHF 2500, für welche die meisten Offertenanfragen eingehen (über 30%). So sind es vor allem die jungen und gesunden Personen, die vom grössten Sparpotenzial profitieren können.

Die Berner scheinen unter einem echten Jo-Jo-Effekt zu leiden

Viele der Personen, die bonus.ch für einen Prämienvergleich genutzt haben, sind in den Kantonen Waadt, Zürich, Bern, Genf, Aargau und Tessin wohnhaft. Die Versicherten im Kanton Bern zeigen sich am preissensibelsten bei den Prämien: schon bei einem Anstieg von weniger als 5%, fragen über 10% von ihnen eine Offerte an. Trotz der Ankündigung einer möglichen Reduzierung der Krankenkassenprämien im Kanton Bern, ist die Anzahl der in diesem Kanton wohnhaften Personen, die bonus.ch genutzt haben, beachtlich im Vergleich zu anderen Regionen der Schweiz. Eine Erklärung für dieses Phänomen könnte sein, dass der Versicherer EGK Laufen, der letztes Jahr sehr interessante Prämien anbieten konnte, seine Prämien für 2012 stark erhöhen musste.

Die Analyse der auf bonus.ch eingegangenen Besucherzahlen und Offertenanfragen zeigt: Sobald die eigene Prämienerhöhung den angekündigten und mediatisierten Prämienanstieg - 2.2.% dieses Jahr - übersteigt, profitieren die Versicherten von bonus.ch, um die Prämien aller Krankenkassen zu vergleichen und ihr Sparpotential zu berechnen. Liegt die zu erzielende Prämienersparnis bei etwa 10%, beendet die Mehrheit der Personen ihren Prämienvergleich mit einer Offertenanfrage.

Ein Wechsel der Krankenkasse ist noch vor dem 30. November möglich

Das Beispiel des Kantons Bern zeigt, wie wichtig es ist, seine Krankenkasse auf mittelfristige Sicht zu wählen: es ist unerlässlich, die Prämienentwicklung einer Kasse im Vergleich zur Konkurrenz zu analysieren und sich ihrer Solvabilität zu versichern. Um den Konsumenten die Prüfung dieser Parameter zu erleichtern, hat bonus.ch in seinem Prämienvergleich entsprechende Indikatoren eingefügt, was diesen somit zum derzeit vollständigsten Tool auf dem Markt macht.

 

(li/pd)

Kommentieren Sie jetzt diese versicherungen.ch - Meldung.
Lesen Sie hier mehr zum Thema
Bern - Der Bundesrat plant weitere ... mehr lesen
Der Bedarf nach Medikamenten wird in Zukunft auch berücksichtigt.
Zahnbehandlungen werden in vielen Ländern von der Grundversicherung abgedeckt.
Versicherungen Bern - Trotz hoher Krankenkassenprämien zahlen Schweizerinnen und Schweizer ... mehr lesen 3
Versicherungen Bern - Der Internet-Vergleichsdienst ... mehr lesen
Comparis verliert mit den grossen Krankenkassen wichtige Kunden.
.
Digitaler Strukturwandel  Nach über 16 Jahren hat sich news.ch entschlossen, den Titel in seiner jetzigen Form einzustellen. Damit endet eine Ära medialer Pionierarbeit. mehr lesen 21
Gilt auch bei Hörgeräteversicherung: Vertragsbedingungen genau durchlesen!
Gilt auch bei Hörgeräteversicherung: ...
Besonders unangenehm ist der Verlust des Hörgerätes, wenn Sie gerade keinen Zugang zu einem alternativen Neugerät bekommen können. Das sind beispielsweise Situationen im Urlaub oder während einer Geschäftsreise. mehr lesen 
Publinews Nach Krisen bieten sich Unternehmern und Unternehmerinnen grossartige neue Gelegenheiten. Doch wer jetzt eine Firma ... mehr lesen  
Ob Handwerksbetrieb oder Hightech-Firma: Eine Firmengründung muss gut vorbereitet sein
Verbände SVV Schweiz. Versicherungsverband  Zürich - Der Schweizerische Versicherungsverband SVV begrüsst die am 19. Juni 2020 vom Parlament verabschiedete Teilrevision des Versicherungsvertragsgesetzes VVG. Mit der Reform des Gesetzes aus dem Jahr 1908 werden die Vertragsregeln zwischen dem Versicherten und dem Versicherer an die Gegebenheiten des digitalen Zeitalters angepasst. Gleichzeitig wird den Anliegen der Konsumenten und der Anbieter von Versicherungsleistungen ausgewogen Rechnung getragen. mehr lesen  
Titel Forum Teaser
  • keinschaf aus Wladiwostok 2826
    grüezi Wie lasterhaft Mitleid mitunter sein kann, beweisen Sie doch gerade ... Mo, 26.12.16 20:05
  • Kassandra aus Frauenfeld 1781
    Vom Tode träumt ein negrophiles Schäfchen doch ständig. Wenn tausende Frauen in England ... Mi, 28.09.16 11:58
  • HentaiKamen aus Volketswil 1
    Kommt wieder Aber leider eine RIESEN Verlust für Leser wie mich die nicht mit dem ... Sa, 13.08.16 01:13
  • keinschaf aus Wladiwostok 2826
    sogar nach dem Tode hat die Kassandra noch die grösste Schnauze... jaja, diese ... Fr, 12.08.16 16:30
  • Kassandra aus Frauenfeld 1781
    Wow, wie hat sich die gute Kubra gemausert! Ich danke auch Ihnen ganz persönlich für die vielen harten und ... Mi, 20.07.16 20:25
  • Pacino aus Brittnau 731
    Übrigens, wusstet ihr schon . . . . . . dass die Foren von AZ (Wanner), 20min. und Schweizer Fernsehen ... Mi, 29.06.16 15:20
  • PMPMPM aus Wilen SZ 235
    Und jetzt? Ist noch online...? Liebes news-Team, schade ist die Situation so, dass etwas aufhören ... Di, 28.06.16 22:43
  • kubra aus Berlin 3232
    Danke für die gelebte Pressefreiheit. Damit mein ich durchaus auch den ... Di, 28.06.16 16:09
.
Green Investment news.ch geht in Klausur Nach über 16 Jahren hat sich news.ch entschlossen, den Titel in ... 21
Ob Handwerksbetrieb oder Hightech-Firma: Eine Firmengründung muss gut vorbereitet sein
Startup News Ein Unternehmen in der Schweiz gründen - das sind einige der wichtigsten Schritte Nach Krisen bieten sich Unternehmern und Unternehmerinnen grossartige neue Gelegenheiten. Doch wer jetzt eine Firma ...
Jedes dritte KMU in Deutschland hat 2011-2013 Energie eingespart.
KMU-Magazin Research Energiewende ist im Mittelstand angekommen Die kleinen und mittleren Unternehmen sind auf ...
 
Stellenmarkt.ch
Kreditrechner
Wunschkredit in CHF
wetter.ch
Heute Di Mi
Zürich 11°C 16°C bedeckt, wenig Regenleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig freundlich freundlich
Basel 12°C 17°C wolkig, aber kaum Regenleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig recht sonnig freundlich
St. Gallen 10°C 14°C bedeckt, wenig Regenleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig freundlich freundlich
Bern 11°C 15°C bedeckt, wenig Regenleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig recht sonnig freundlich
Luzern 12°C 15°C wolkig, aber kaum Regenleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig wechselnd bewölkt freundlich
Genf 12°C 16°C trüb und nassleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig recht sonnig recht sonnig
Lugano 13°C 21°C wechselnd bewölktleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig freundlich freundlich
mehr Wetter von über 8 Millionen Orten