Allianz steuert sicher durch Finanzkrise
publiziert: Freitag, 9. Nov 2007 / 15:47 Uhr

München - Die Allianz steuert trotz Verlusten beim Problemkind Dresdner Bank sicher durch die Finanzkrise und bleibt auf Rekordkurs. «Unsere Ziele sind nicht in Gefahr», sagte Allianz-Finanzchef Helmut Perlet.

Die Finanzkrise ist für die Allianz noch nicht ausgestanden.
Die Finanzkrise ist für die Allianz noch nicht ausgestanden.
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Der Münchner Finanzkonzern steigerte im dritten Quartal - anders als von Branchenexperten erwartet - seinen Gewinn um ein Fünftel auf 1,9 Mrd. Euro, obwohl die Dresdner Bank wegen hoher Abschreibungen in die roten Zahlen rutschte.

Im Gesamtjahr will der Versicherungsriese nach wie vor auf einen Überschuss von 8 Mrd. Euro kommen - das wäre ein neuer Rekord. In den ersten neun Monaten waren es 7,3 Mrd. Euro Reingewinn. Auch in den Jahren danach werde mit weiterem Wachstum gerechnet, sagte Perlet.

Weitere Abschreibungen zu erwarten

Die Finanzkrise ist für die Allianz und die Dresdner Bank aber noch nicht ausgestanden: In den letzten Monaten des Jahres werde es weitere Abschreibungen geben, aber «sicherlich nicht von 575 Mio. Euro».

Um diesen Betrag drückten die Belastungen, die auf die US-Hypothekenkrise zurückgehen, das Ergebnis der Dresdner Bank im dritten Quartal. Die Bank, ohnehin die Schwachstelle des Allianz-Konzerns, musste insgesamt einen Quartalsverlust von 52 Mio. Euro hinnehmen.

Beim Konzern wurde der Gewinnanstieg vor allem von der Schaden- und Unfallversicherung getragen. Der Gewinn der Kernsparte kletterte auf 1,7 (Vorjahr: 1,08) Mrd. Euro. Zuwächse gab es auch in der Lebens- und Krankenversicherung sowie der Vermögensverwaltung.

Die anstehende Unternehmenssteuerreform bescherte den Münchnern eine positiven Sondereffekt von 119 Mio. Euro, in Südkorea wurden in der Lebensversicherung 170 Millionen an Rückstellungen aufgelöst.

(bert/sda)

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