Arbeitslosenversicherung mit Defizit
publiziert: Montag, 12. Dez 2005 / 15:07 Uhr / aktualisiert: Montag, 12. Dez 2005 / 15:38 Uhr

Bern - Die Arbeitslosenversicherung hat das Jahr 2004 mit einem Defizit von 2,27 Mrd. Franken abgeschlossen.

2004 fehlten 2,27 Mrd. Franken in der Arbeitslosenkasse.
2004 fehlten 2,27 Mrd. Franken in der Arbeitslosenkasse.
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Weil ihre Leistungen 2004 und voraussichtlich auch 2005 und 2006 mit Darlehen finanziert werden müssen, steht eine Prämienerhöhung in Aussicht. Die durschnittliche Arbeitslosenquote lag 2004 bei 3,9 Prozent. Die Jahresrechnung der Arbeitslosenversicherung wurde vom Bundesrat genehmigt, wie die Direktion für Arbeit des Staatssekretariats für Wirtschaft (seco) mitteilte.

Der Ausgleichsfonds der Arbeitslosenversicherung schloss das Rechnungsjahr 2004 mit einem Gesamtertrag von 5,27 (Vorjahr: 6,39) Mrd. Franken und Gesamt-Aufwendungen von 7,54 (7,20) Mrd. Franken ab. Das ergibt einen Verlust von 2,27 (0,81) Mrd. Franken.

2004 waren im Mittel 153 091 Arbeitslose registriert. Das ergibt eine Quote von durchschnittlich 3,9 Prozent. Zur Finanzierung der Leistungen wurden bei der Bundestresorerie Darlehen von 2 Mrd. Franken aufgenommen.

Fast 2 Mrd. Fr. Defizit

Für 2005 wird ein Defizit von noch 1,98 Mrd. Franken budgetiert. Die Arbeitslosenversicherung rechnet mit einem Jahresdurchschnitt von 150 000 Arbeitslosen (3,8 Prozent).

2006 soll die Arbeitslosenquote zwar auf 3,6 Prozent sinken. Um die Leistungen der Arbeitslosenversicherung zu finanzieren, sind aber voraussichtlich weitere Darlehen nötig, wie das seco festhält.

Es sei deshalb davon auszugehen, dass die gesetzliche Schwelle der Darlehensobergrenze (2,5 Prozent der beitragspflichtigen Lohnsumme), Ende 2006 überschritten wird. Dieser Umstand würde zu einer Prämienerhöhung verpflichten.

(fest/sda)

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