Aschewolke beschert ETI viel Arbeit
publiziert: Donnerstag, 3. Jun 2010 / 12:56 Uhr

Bern - Während die Aschewolke aus einem Vulkan in Island den Flugverkehr in Europa lähmte, hat die ETI-Reiseversicherung des TCS 1039 Personen in die Schweiz heimgeschafft. Dafür mietete sie 20 Busse. Während der Aschekrise gingen 11'500 Telefonanrufe ein.

Viel Arbeit für ETI-Versicherung nach dem Vulkanausbruch.
Viel Arbeit für ETI-Versicherung nach dem Vulkanausbruch.
3 Meldungen im Zusammenhang
Bis Ende Mai registrierte die ETI-Zentrale 5040 Schadenfälle wegen der Aschewolke, wie der TCS mitteilte. 1015 waren Reiseannullierungen, 4025 betrafen den Abbruch oder die Verlängerung von Aufenthalten im Ausland. Eine Arbeitsgruppe von sieben Personen arbeitet derzeit die Dossiers auf.

Nach ersten Schätzungen dürften sich die Kosten für die Verpflichtungen auf 3,2 Mio. Fr. belaufen. Die endgültige Summe wird erst in einigen Wochen bekannt sein, weil die ETI-Versicherung Kosten von Reiseveranstaltern und Fluggesellschaften subsidiär deckt.

ETI-Einsatzzentrale pausenlos im Einsatz

Zur Bewältigung der Meldungen von Gestrandeten und Geschädigten standen die 35 Personen in der ETI-Einsatzzentrale in Vernier GE pausenlos im Einsatz. 12 Zusatzkräfte wurden temporär angeheuert.

Wie der TCS weiter mitteilte, gibt es in der Schweiz derzeit rund 700'000 Inhaberinnen und Inhaber von ETI-Schutzbriefen. Im Mai wurden im Vergleich zum Vorjahresmonat 3,6 Prozent mehr ETI-Schutzbriefe mit Europadeckung verkauft. Das bedeutet eine Zunahme um über 12'000 Policen. Bei den Schutzbriefen mit weltweiter Deckung betrug die Zunahme 9,6 Prozent.

(ade/sda)

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