Rentenalter soll angepasst werden
Avenir Suisse fordert Schuldenbremse für AHV
publiziert: Freitag, 25. Nov 2011 / 12:13 Uhr
Bei der AHV sieht Avenir Suisse grossen Handlungsbedarf.
Bei der AHV sieht Avenir Suisse grossen Handlungsbedarf.

Zürich - Avenir Suisse möchte eine Schuldenbremse zur nachhaltigen Finanzierung der AHV einführen. Wie in Dänemark soll das Rentenalter automatisch an die Erhöhung der Lebenserwartung angepasst und die Rentenbezugsdauer begrenzt werden.

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Die Schweiz stehe mit einer staatlichen Schuldenquote von unter 40 Prozent des Bruttoinlandproduktes im internationalen Vergleich sehr gut da, schreibt der «Think Tank» Avenir Suisse in einer Mitteilung vom Freitag. Diese solide Situation sei nicht zuletzt das Ergebnis der im Jahre 2003 eingeführten Schuldenbremse.

Von der Schuldenbremse ausgenommen sind die Sozialversicherungen. Das habe zum einen den Nachteil, dass wegen der gesetzlich gebundenen Sozialausgaben in andern Bereichen mehr gespart werden müsse, schreibt Avenir Suisse. Zum andern drohten Schuldenberge in den Sozialversicherungen.

In ihrer jüngsten Publikation «Soziale Sicherung sichern» hat Avenir Suisse verschiedenen Schuldenbremsen in der Schweiz und im Ausland analysiert und ihre Anwendbarkeit auf die schweizerischen Sozialversicherungen untersucht.

Rentenbezugsdauer fixieren

Den grössten Handlungsbedarf sieht Avenir Suisse bei der AHV. Die zunehmende Lebenserwartung bei gleichzeitig niedriger Geburtenrate stelle die Finanzierung dieser Sozialversicherung vor ausserordentliche Herausforderungen.

Die beste Lösung für eine nachhaltige Finanzierung wäre nach Ansicht der «Denkfabrik» ein «Autopilot» nach dem Vorbild Dänemarks. Damit würde das Rentenalter automatisch an die Erhöhung der Lebenserwartung angepasst und die durchschnittliche Rentenbezugsdauer konstant gehalten.

In Dänemark wird das gesetzliche Rentenalter zwischen 2024 und 2027 in Halbjahresschritten von 65 auf 67 Jahre angehoben. Zudem wurde mit der Sozialreform beschlossen, dass eine durchschnittliche Rentenbezugsdauer von 14,5 Jahren nicht überschritten werden darf.

Diese Indexierung dürfte laut Avenir Suisse dazu führen, dass das gesetzliche Renteneintrittsalter in Dänemark im Jahre 2045 voraussichtlich bei 71 Jahren und im Jahre 2060 sogar bei 72,5 Jahren liegen wird.

(bg/sda)

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Ich denke nach den 14.5 Jahren würden die Leute dann halt (noch mehr) Sozialhilfe und Ergänzungsleistungen beziehen - also einfach eine andere Kostenstelle belasten.

Ich werde beim Artikel nicht so richtig schlau, ist schon klar dass so die AHV/IV die Ausgaben verkleinern kann aber schlussendlich zahlt einfach eine andere Institution - wohl in den meisten Fällen.

Abgesehen davon würde das die Leute "motivieren", durch das grössere Risiko, länger zu arbeiten und auch mehr Nachkommen zu zeugen. Die Existenz im Alter musst ja irgendwie gesichert sein...... Ich denke man darf nicht alles auf eine reine Zahlen-Basis beschränken, das ist krank und fern ab der Realität.
Avenir Suisse
Noch so eine gefährliche Idiotengruppierung.

Think Tank nennen die das. Aha.
Ich nenne das, wie saugen wir aus der arbeitenden Schicht noch mehr heraus bei gekürzten Leistungen.
Die Grosskonzerne und Finanzkonzerne müssen ja schliesslich Jahr für Jahr immer höhere Löhne und Boni an ihre Führungsriegen auszahlen.
Der Markt verlangt dies ja...wie wir von Alt BR Villiger gelernt haben.

Herrlich finde ich ja das meschenverachtende Rentenmodell, dass sehr alte Leute dann automatisch in die Gosse treiben wird nach 14,5 Jahren bezugsdauer oder 71 Jährige die noch arbeiten müssen und klar, die Arbeitgeber werden ja gerne noch Leute mit über 60 einstellen damit die dann nochmals 10 Jahre arbeiten können.
Die Dänen, bzw deren Regierung hat komplett den Verstand verloren.
Avenir Suisse hat eh keinen Verstand.
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