Bâloise-Versicherung rutscht in die roten Zahlen
publiziert: Donnerstag, 12. Sep 2002 / 08:33 Uhr / aktualisiert: Donnerstag, 12. Sep 2002 / 08:53 Uhr

Basel - Der Versicherungskonzern Bâloise ist im ersten Halbjahr in die roten Zahlen gerutscht. Nach einem Gewinn in der Vorjahresperiode von 313,1 Mio. Franken resultierte in den ersten sechs Monaten 2002 ein Reinverlust von 45,1 Mio.

Zwei gegenläufige Entwicklungen prägten den Geschäftsgang in den ersten sechs Monaten, wie die Bâloise bekannt gab. Operativ legte die Gruppe deutlich zu. Der Einbruch an den Kapitalmärkten machte ihr jedoch einen Strich durch die Rechnung.

Die Nettoprämien nahmen um 5,7 Prozent auf 4,4 Mrd. Franken zu. In Lokalwährungen betrug das Wachstum 7,4 Prozent. Die Combined Ratio (Verhältnis von Kosten- und Schadenaufwand zu Prämien) im Nichtleben-Geschäft verbesserte sich auf 98,8 (102,9) Prozent.

Im Einklang mit dem Gesamtmarkt bekam die Versicherungsgruppe jedoch den Einbruch an den Kapitalmärkten zu spüren. Die daraus resultierenden Wertberichtigungen von 430 Mio. Franken sowie Währungseinbussen von 57 Mio. drückten das Finanzergebnis.

Für das ganze laufende Jahr erwartet die Gruppe ein anhaltend schwieriges Marktumfeld. Vor diesem Hintergrund dürften das aus eigener Kraft erzielte Prämienvolumen in Lokalwährungen um rund fünf Prozent gegenüber dem Vorjahr zunehmen.

Weil Versicherungsprämien vertragsbedingt vor allem im ersten Halbjahr anfallen, Elementarschäden jedoch erfahrungsgemäss im zweiten Semester im grösseren Umfang auftreten, dürfte die tiefe Combined Ratio zum Jahresende 2002 eher ansteigen.

Eine Prognose für das Finanzergebnis und den Konzerngewinn sei dagegen wegen der anhaltenden Unsicherheit an den Kapitalmärkten nicht möglich. Fest stehe aber schon jetzt, dass die noch im Frühjahr 2002 anvisierte Zunahme des Reingewinns um zehn Prozent nicht erreichbar sein werde.

(gä/sda)

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