Datenbank soll säumige Prämienzahler erkennen
publiziert: Sonntag, 18. Jan 2009 / 14:34 Uhr / aktualisiert: Sonntag, 18. Jan 2009 / 17:01 Uhr

Bern - Die Ärzte haben genug von Patienten, die ihre Rechnungen nicht bezahlen. Die Konferenz der kantonalen Ärztegesellschaften (KKA) will Zugriff auf eine Datenbank, die zeigt, wer seine Krankenkassenprämien nicht entrichtet.

Auch im Spital müssen sich die Ärzte die Kosten «ans Bein streichen».
Auch im Spital müssen sich die Ärzte die Kosten «ans Bein streichen».
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«Wir haben beim Krankenkassenverband santésuisse angefragt, ob es möglich wäre, ein solches Abfragesystem einzurichten», sagte Co-Präsident der KKA, Urs Stoffel, zu einem Bericht in der Zeitung «Sonntag».

Ziel ist es, einen Überblick über die Personen zu erhalten, die ihre Krankenkassenprämien nicht zahlen und darum mit einer Leistungssperre belegt sind.

Notfälle ausgenommen

Im Jahr 2007 verweigerten die Krankenkassen bei 90'000 Personen die Übernahme der Kosten. Für die Ärzte ist das ärgerlich: Sie müssen sich die Behandlungskosten ans Bein streichen. Auch die Spitäler kämpfen mit dem gleichen Problem.

Wissen die Ärzte, wer mit einer Leistungssperre belegt ist, können sie den säumigen Patienten die Behandlung verweigern oder einen Vorschuss verlangen. Ausgenommen sind davon Notfälle, wie Stoffel sagte.

Bonitätsabfragen geprüft

Die entsprechenden Daten müssten die Krankenkassen liefern. Die Einführung der Versichertenkarte im Jahr 2010 böte eine gute Gelegenheit zur Umsetzung, sagte Stoffel.

Die KKA prüft daneben ein weiteres Modell, um die Ärzte vor säumigen Prämienzahlern zu schützen. «Wir haben mehrere Inkassobüros angefragt, wie viel der Zugang zu einer Bonitätsabfrage kostet», sagte Stoffel.

Diese Bonitätsabfragen basieren auf einer Vielzahl von Merkmalen - wie zum Beispiel dem Zahlungsverhalten bei den Steuern, des Stroms oder der Mieten. Die Ärzte hätten allerdings lediglich Zugriff auf die Einschätzung zur Gesamtbonität, erklärte Stoffel.

(tri/sda)

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Ist das der einzig richtige Weg?
Dann kommen die Aerzte ja mit "Leben retten"-Leitsatz in Konflikt. Es gibt doch ein Fond für àltere Menschen, dann sollte es auch einen geben für die, die nicht mehr zahlen können.
Liebe Ärzte...
auch ihr müsst mit den Preisen runter!! Oder wollt ihr echt eine Staatskasse? Nun gut, wahrscheinlich kommt die sowieso wie die Finanzkrise..., überraschend.
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