Einheitliches Tarifsystem in der Spitalfinanzierung
publiziert: Mittwoch, 22. Mrz 2006 / 12:24 Uhr / aktualisiert: Mittwoch, 22. Mrz 2006 / 12:46 Uhr

Bern - In der Schweizer Spitalfinanzierung rückt ein einheitliches Tarifsystem einen Schritt näher.

Die SwissDRG verspricht sich Kosteneinsparungen durch das neue Modell.
Die SwissDRG verspricht sich Kosteneinsparungen durch das neue Modell.
Die Verantwortlichen unterzeichnen am heutigen Mittwoch in Berlin einen Vertrag zur Übernahme des deutschen Fallpauschalen-Systems. Die Unterschrift leisten wird Carlo Conti, der Präsident von SwissDRG, einem Zusammenschluss der wichtigsten Partner im Gesundheitswesen, wie SwissDRG vor den Medien in Bern bekannt gab. Deutscher Partner ist das deutsche Institut für das Entgeltsystem.

SwissDRG hatte sich Anfang Dezember für die Übernahme des deutschen Systems entschieden. Nach Anpassung an die rechtlichen und medizinischen Gegebenheiten soll dieses in allen Schweizer Spitälern eingeführt werden.

Spitalleistungen werden vergleichbarer

Bei dieser neuen Form der Abgeltung werden die Spitalleistungen Leistungsgruppen aufgeteilt und in der ganzen Schweiz nach denselben Kriterien bewertet. Damit werden sie vergleichbarer. Das Modell soll den Anreiz verstärken, bei gleicher Qualität die durchschnittliche Aufenthaltsdauer in Schweizer Spitälern zu senken und damit Kosten zu sparen.

Im Verein SwissDRG sind die Dachverbände der Ärzteschaft (FMH), der Spitäler (H+), der Krankenversicherer (santésuisse), der Unfall-, Invaliden- und Militärversicherer (MTK) sowie die Konferenz der kantonalen Gesundheitsdirektorenkonferenz (GDK) vertreten. Die Bundesämter für Gesundheit und Statistik sowie der Pflegeverband (SBK) sind als Beobachter ebenfalls im Projekt integriert.

(fest/sda)

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