Finanzkrise schlägt auf Kapitalerträge der Bâloise
publiziert: Mittwoch, 27. Aug 2008 / 09:54 Uhr

Basel - Der Versicherungskonzern Bâloise hat nach dem Rekordjahr 2007 einen Gewinneinbruch erlitten. Die Finanzkrise führte zu deutlich tieferen Erträgen auf den Kapitalanlagen. Der Konzerngewinn sank um 41,7 Prozent auf 273,4 Mio. Franken.

Bâloise-Konzernchef und Verwaltungsratspräsident Rolf Schäuble.
Bâloise-Konzernchef und Verwaltungsratspräsident Rolf Schäuble.
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Damit werden die Erwartungen der Analysten herb enttäuscht. Sie hatten mit einem Reingewinn von rund 388 Mio. Fr. gerechnet. Bâloise hält jedoch am Ziel fest, für 2008 eine Dividende von 4.50 Fr. pro Aktie zu bezahlen, wie der Konzern mitteilte.

Das Versicherungsgeschäft habe sich in diesem ereignisreichen Semester als verlässliche Ertragsstütze erwiesen, wird Konzernchef und Verwaltungsratspräsident Rolf Schäuble im Communiqué zitiert.

Bâloise könne mit dem Wachstum, das in den meisten Geschäftseinheiten über dem Marktdurchschnitt lag, zufrieden sein. Die Leistung im operativen Versicherungsgeschäft sei stark.

Geschäftsvolumen gewachsen

Das Geschäftsvolumen wuchs um 1,7 Prozent auf 4,97 Mrd. Franken. Währungsbereinigt betrug die Zunahme 2,4 Prozent. Die nach dem Rechnungslegungsstandard IFRS berechneten Prämien stiegen um 2,8 (währungsbereinigt: 3,3) Prozent auf 4,55 Mrd. Franken.

Für das Jahr 2008 strebt Bâloise «ein gutes Ergebnis» an. Die mittelfristigen Ertragsziele wurden bekräftigt: Über den Versicherungszyklus soll eine Eigenkapitalrendite (ROE) von 15 Prozent und eine kontinuierliche Steigerung des Gewinns pro Aktie erreicht werden. Der Schaden-Kosten-Satz soll deutlich unter 100 Prozent liegen.

(dl/sda)

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