Gesundheitskosten steigen laut KOF-Prognose
publiziert: Montag, 18. Dez 2006 / 15:41 Uhr

Zürich - Im 2007 werden die Gesundheitskosten in der Schweiz voraussichtlich um 4,8 Prozent steigen und sich auf 58 Milliarden Franken belaufen. Im Frühling hat die Konjunkturforschungsstelle der ETH (KOF) noch ein Wachstum von 3,8 Prozent prognostiziert.

Fürs 2008 rechnet die KOF mit Gesundheitskosten von über 60 Milliarden Franken.
Fürs 2008 rechnet die KOF mit Gesundheitskosten von über 60 Milliarden Franken.
Der Hauptgrund für die Korrektur der Prognose liegt im neuen Bevölkerungsszenario des Bundesamts für Statistik, wie die KOF mitteilte. So führt der grössere Anstieg der Bevölkerungszahl auch zu einem Plus der Gesundheitsausgaben.

Zudem wird auch erwartet, dass der Anteil an erwerbstätigen Frauen schneller wächst als bis anhin gedacht. Dies führt zu einem Kostenschub im Gesundheitswesen, weil Pflegeleistungen, die früher hauptsächlich von Frauen geleistet wurden, zunehmend über den Markt abgegolten werden müssen.

Als dritten Grund für den stärkeren Anstieg nennt das KOF die bessere konjunkturelle Entwicklung. Das Wachstum des privaten Konsums, zu welchem auch der Bezug von Gesundheitsdienstleistungen zählt, hat entsprechend auch Auswirkungen auf die Wachstumsrate der Gesundheitsausgaben.

Fürs 2008 rechnet die KOF mit Gesundheitskosten von über 60 Milliarden Franken. Dies würde ein Plus von 10 Milliarden Franken innerhalb von fünf Jahren bedeuten, schreibt das KOF. Mit fast 80 Prozent der Gesamtausgaben sind weiterhin die Leistungen von stationären und ambulanten Behandlungen die wichtigsten Kostenverursacher des Gesundheitswesens.

(bert/sda)

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