Gewinn gesunken, Bâloise will aber wachsen
publiziert: Mittwoch, 18. Mrz 2009 / 13:20 Uhr / aktualisiert: Mittwoch, 18. Mrz 2009 / 13:37 Uhr

Basel - Die Finanzkrise hat den Versicherungskonzern Bâloise 2008 stark belastet. Auf den Finanzanlagen musste fast eine Milliarde abgeschrieben werden. Der Reingewinn fiel um mehr als die Hälfte von 820,1 auf 386,7 Mio. Franken.

Bis 2012 will Bâloise-CEO Martin Strobel den Konzern zu einem der ertrags- und wachstumsstärksten Versicherer in Europa formen.
Bis 2012 will Bâloise-CEO Martin Strobel den Konzern zu einem der ertrags- und wachstumsstärksten Versicherer in Europa formen.
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Das ausserordentlich schwierige Jahr hat auch bei uns deutliche Spuren hinterlassen, erklärte Konzernchef Martin Strobel in der Mitteilung. Auf Finanzanlagen mussten Abschreiber von 925,1 Mio. Fr. vorgenommen werden.

Das Versicherungsgeschäft sei aber gesund. Bâloise habe gezeigt, dass sie dank ihrer operativen Ertragskraft ein grundsolides Unternehmen sei.

Europäischer Spitzenwert

Die Solvabilitätsrate, das Verhältnis zwischen den verfügbaren Eigenmitteln und der von der Aufsichtsbehörde vorgegebenen Mindestkapitalausstattung, erreiche mit 196 Prozent einen europäischen Spitzenwert. Das Eigenkapital sank allerdings von 4,98 auf rund 3,9 Mrd. Franken.

Die Dividende soll unverändert 4.50 Fr. pro Aktie betragen. Zudem will Bâloise die laufenden Aktienrückkäufe weiterführen. Bis 2012 will Strobel Bâloise zu einem der ertrags- und wachstumsstärksten Versicherer in Europa formen. Eine Neupositionierung soll bis dahin rund 200 Mio. Fr. zum Gewinn beitragen.

Bessere Kosteneffizienz

Geplant sind eine verbesserte Kosteneffizienz, profitables Wachstum in den bestehenden Märkten, der Verkauf von Zusatzleistungen in der Kampagne «Sicherheitswelt», der Verkauf von steuergünstigen Lebenprodukten nach liechtensteinischem Vorbild sowie ein Ausbau der Partnerschaft mit dem deutschen Finanzdienstleister OVB.

Bereits beschlossen ist der Abbau von rund 230 Stellen in Deutschland. Weiterhin ist Bâloise an Übernahmen interessiert. Dazu solle die Generalversammlung 10 Prozent genehmigtes Kapital schaffen, sagte Strobel in einer Telefonkonfernez.

(tri/sda)

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