Gigantische Schäden durch Naturkatastrophen im ersten Halbjahr
publiziert: Mittwoch, 9. Jul 2008 / 15:26 Uhr / aktualisiert: Freitag, 12. Nov 2010 / 13:28 Uhr

München - Naturkatastrophen haben nach Berechnungen der Münchener Rück im ersten Halbjahr gigantische Schäden verursacht. Die volkswirtschaftlichen Belastungen summierten sich auf rund 50 Mrd. Dollar.

Das Erdbeben in China tötete im Mai fast 70'000 Menschen.
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Das teilte der hinter Swiss Re weltweit zweitgrösste Rückversicherer mit. Mehr als drei Viertel der rund 400 Naturkatastrophen gingen auf Wetterextreme zurück.

Das unterstreiche den Trend, dass der Klimawandel zu immer mehr wetterbedingten Katastrophen führe, sagte Münchener-Rück-Manager Torsten Jeworrek. Besonders stark betroffen waren die USA: Noch nie wurden dort so viele Tornados in den ersten sechs Monaten registriert.

Den grössten volkswirtschaftlichen Schaden verursachte das Erdbeben in der chinesischen Provinz Sichuan mit rund 20 Mrd. Dollar. Aber auch der Winter in China mit heftigen Schneefällen zu Jahresbeginn und die Überschwemmungen in den USA im Juni dürften jeweils rund 10 Mrd. Dollar kosten.

Die Versicherungsbranche musste 2008 bislang für rund 13 Mrd. Dollar geradestehen. Das liege über dem Durchschnitt der vergangenen zehn Jahre. Die Winterschäden in China und der Orkan Emma in Europa waren die grössten Posten. Im gesamten Jahr 2007 entstanden bei 960 Katastrophen volkswirtschaftliche Schäden von 82 Mrd. Dollar, wovon die Assekuranz rund 30 Mrd. Dollar trug.

2008 dürfte als eines der Jahre mit den meisten Todesopfern in die Statistik eingehen, hiess es. Der Zyklon Nargis tötete in Birma im Mai 138'000 Menschen, das Erdbeben in China im selben Monat fast 70'000.

(fest/sda)

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