Hagelversicherung rechnet mit Millionenschaden
publiziert: Freitag, 9. Mai 2003 / 12:30 Uhr

Bern - Das Hagelgewitter, das über weite Teile der Schweiz zog, hat Landwirtschaftskulturen zum Teil stark in Mitleidenschaft gezogen. Die Hagelversicherung rechnet mit 1200 Schadenmeldungen und einer Schadensumme von insgesamt 3,5 Millionen Franken.

Die Hagelkörner erreichten bisweilen eine gefährliche Grösse.
Die Hagelkörner erreichten bisweilen eine gefährliche Grösse.
Vor allem aus der Region Zürich/Luzern trafen Schadenmeldungen ein, wie Urs Braun, Direktor der Hagelversicherung, auf Anfrage der Nachrichtenagentur sda sagte. Schäden habe es bei Gemüse-, Beeren- und Blumenkulturen gegeben. Betroffen seien aber auch Mais-, Kartoffel- und Tabakfelder.

Genau beziffern lasse sich der Schaden dieses Hagelgewitters erst im Herbst, wenn die letzten Kulturen erntereif sein werden, sagte Braun. Schon jetzt sei aber klar, dass es für die Jahreszeit ein vergleichsweise grosser Schadenfall sein wird.

Am Zürichberg verzeichnete MeteoSchweiz zwischen 17 und 2 Uhr eine Niederschlagsmenge von 37 Litern pro Quadratmeter. Im ganzen Monat April hatte dort die Niederschlagsmenge 54 Liter pro Quadratmeter betragen.

In der Stadt Zürich fielen zwischen 20 und 21 Uhr während etwa 20 Minuten bis zu Golfball grosse Hagelkörner. Durchschnittlich hätten die Körner einen Durchmesser von 3 Zentimetern gehabt, sagte der Sprecher von MeteoSchweiz.

Die Stadtpolizei Zürich verzeichnete zwei Brandfälle, die durch Blitzschlag ausgelöst wurden.

Im Raum Luzern registrierten die Polizeikorps rund 20 Ereignisse, die mit dem Gewitter in Zusammenhang standen. Mehr als die Hälfte betrafen den Raum Sursee, sieben die Stadt Luzern, wo innert zehn Minuten 13 Liter Regen pro Quadratmeter gemessen wurden.

Aussergewöhnlich am Hagelgewitter sei dessen Verbreitung über weite Teile der Schweiz bereits im Mai, sagte ein Sprecher von MeteoSchweiz. Mit derartigen Hagelzügen sei normalerweise zwischen Juni und August zu rechnen.

(fest/sda)

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