Heimateffekt nicht unterschätzen
publiziert: Sonntag, 8. Okt 2006 / 11:34 Uhr

Basel - Der neue Branchenprimus Axa/Winterthur will in der Schweiz weitere Kunden abwerben.

Frank Schnewlin: «Wir werden den Aktionären Freude bereiten.»
Frank Schnewlin: «Wir werden den Aktionären Freude bereiten.»
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Doch Balôise-Chef Frank Schnewlin nimmts gelassen: «Der Heimateffekt ist nicht zu unterschätzen».

«Nicht alle Winterthur-Kunden wollen von Paris aus geführt werden», sagte Schnewlin in einem Interview mit der «NZZ am Sonntag».

Er schätzt die Abgangsrate bei Winterthur zwischen 2 und 5 Prozent. Von Sonderaktionen für Winterthur-Kunden will der Balôise-CEO aber nichts wissen.

«Ich habe keine Angst»

Dass Balôise selbst zum Übernahmekandidat - zum Bespiel von der italienischen Generali - werden könnte, beeindruckt Schnewlin wenig: «Ich habe keine Angst. Schon gar nicht vor Generali.»

Diese sei erst vor vier Jahren aus dem Schweizer Pensionskassengeschäft ausgestiegen und werde sich hüten, eine Firma zu übernehmen, die stark in diesem Bereich tätig ist.

Schnewlin glaubt derweil fest an die Eigenständigkeit: «Wir werden weiterhin aus eigener Kraft den Aktionären Freude bereiten.»

Gesetzliche Grundlagen umsetzen

Selbst Übernahmen zu tätigen, sieht Balôise im Moment nicht. «Wir wollen an der Konsolidierung in Europa aktiv teilnehmen. Aber es braucht immer zwei, um zu tanzen», erklärte Schnewlin.

Angesprochen auf die Swissfirst-Affäre, gab sich der Konzernchef wenig überrascht: «Ich bedaure die Affäre aber sehr, weil damit die zweite Säule erneut negativ in die Schlagzeigen gerät.»

Gemäss Schnewlin liegt es nun an den Stiftungsräten, die vorhanden gesetzlichen Grundlagen umzusetzen.

(rr/sda)

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