Helsana will massiv Kosten sparen - Stellenabbau geplant
publiziert: Mittwoch, 10. Mrz 2010 / 14:08 Uhr / aktualisiert: Mittwoch, 10. Mrz 2010 / 16:28 Uhr

Zürich - Die Krankenkasse Helsana streicht rund 500 Stellen. Das sind fast ein Sechstel aller Arbeitsplätze. Mit dieser und weiteren Massnahmen will das Unternehmen die Betriebskosten senken.

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Die Krankenkasse Helsana streicht rund 500 Stellen.
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Die Betriebskosten lägen rund 10 Prozent über dem Durchschnitt der Branche, heisst es in einer internen Mitteilung, die der Nachrichtenagentur SDA vorliegt.

Bis 2012 sollen sie um 80 Mio. Fr. gesenkt werden. Damit will das Unternehmen seine Wettbewerbsfähigkeit verbessern.

Sachkosten prüfen

Helsana zählt rund 3200 Mitarbeitende. Der Stellenabbau soll in den nächsten eineinhalb Jahren zum Teil über natürliche Fluktuation erfolgen, wie es weiter heisst. Neben den Personalkosten will das Unternehmen auch die Sachkosten «kritisch durchleuchten».

Die genaue Ausgestaltung des Kostensenkungsprogramms will die Krankenkasse in den nächsten Wochen erarbeiten. Unternehmenssprecher Rob Hartmans wollte sich nicht weiter zu den Sparmassnahmen äussern.

Helsana verlange von ihren Partnern im Gesundheitswesen einen kostenbewussten Umgang mit Prämien- und Steuergeldern, deshalb müsse das Unternehmen auch bei sich selber sparen. «Sonst büsst das Unternehmen seine Glaubwürdigkeit im Markt ein», heisst es weiter in der Mitteilung.

Effizienz erhöhen

Das Unternehmen hatte bereits an ihrer Jahresmedienkonferenz Ende Januar angekündigt, dass es im laufenden Jahr die Betriebsabläufe unter die Lupe nehmen werde, um die Effizienz zu erhöhen.

Die Helsana-Gruppe, die grösste Krankenkasse der Schweiz, hat im vergangenen Geschäftsjahr einen Verlust von 58 Mio. Fr. erlitten. Sie erhält am 1. Juli eine neue Führung, wenn Finanzchef Daniel Schutz die Nachfolge des heutigen Konzernchefs Manfred Manser antritt.

(sl/sda)

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Auch Sachkosten sollen
untersucht werden. Es nützt nichts wenn der Lohnpool und die Arbeitsplätze geschützt und anders unterteilt werden und die organisatorischen und sachbezogenen Aspekte aussser Acht gelassen würden. Es ist Aufgabe jeder Krankenkasse Ihre Ausgaben in allen Bereichen zu prüfen um glaubwürdig zu sein.

Wenn durch bessere organisatorische Strukturen oder Sachbezüge dann Arbeitsstellen eingespart werden können, ist das für das betroffene Personal zwar hart und oft tragisch, aber für das Allgemeininteresse an Kostensenkung im Krankenkassenbereich nach meiner Meinung höher zu gewichten.
Stellenabbau
Wenn das gesamte Management von Helsana sich mit vernünftigen Löhnen zufrieden geben würde, müssten keine Stellen abgebaut werden.
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