Höhere Prämien der Krankenkassen erwartet
publiziert: Donnerstag, 17. Jul 2008 / 15:13 Uhr / aktualisiert: Donnerstag, 17. Jul 2008 / 21:57 Uhr

Zürich - Die Krankenkassenprämien für das Jahr 2009 steigen voraussichtlich nur leicht. Gemäss einer Umfrage bei den 20 grössten Krankenversicherungen rechnet der Internetvergleichsdienst comparis mit einer durchschnittlichen Erhöhung um 2,2 Prozent.

Die Krankenkassen müssen bis Ende Juli ihre Prämientarife für das nächste Jahr beim BAG einreichen.
Die Krankenkassen müssen bis Ende Juli ihre Prämientarife für das nächste Jahr beim BAG einreichen.
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Versicherte einzelner Kassen dürften gar mit einer Nullrunde rechnen, teilte comparis mit. Die Krankenkasse Assura habe die Beibehaltung des bisherigen Prämienniveaus angekündigt, und auch bei der Eidgenössischen Gesundheitskasse werde der durchschnittliche Tarifaufschlag minim ausfallen.

Bei den andern Kassen müssten die Versicherten nächstes Jahr tiefer in die Tasche greifen. Einzelne Kassen, die nicht namentlich genannt werden wollten, hätten Prämienerhöhungen von bis zu 4 Prozent und darüber in Aussicht gestellt, hiess es in der Mitteilung des Internetvergleichsdienstes.

Laut comparis wäre eine durchschnittliche Prämienerhöhung um 2,2 Prozent die zweittiefste seit dem Jahre 1996, als das Krankenversicherungsgesetz eingeführt wurde. Den bisher kleinsten Aufschlag gab es mit einem Prozent im laufenden Jahr. Für die nächsten Jahre rechnet comparis allerdings wieder mit grösseren «Prämiensprüngen».

Was tun die grosse Kassen?

Für die Umfrage hat comparis die 20 grössten Krankenversicherer angefragt. Keine Auskunft erteilten unter anderem grosse Kassen wie Helsana, Groupe Mutuel und Swica. Bei den Kassen, die Antwort gaben, sind 60 Prozent der Schweizer Bevölkerung versichert.

Die Krankenkassen müssen bis Ende Juli ihre Prämientarife für das nächste Jahr beim Bundesamt für Gesundheit (BAG) zur Genehmigung einreichen.

(ht/sda)

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