IV kauft Hörgeräte selbst ein - Internationale Ausschreibung
publiziert: Montag, 15. Sep 2008 / 11:11 Uhr / aktualisiert: Montag, 15. Sep 2008 / 12:33 Uhr

Bern - Den hohen Preisen für Hörgeräte in der Schweiz gehts an den Kragen: Das Bundesamt für Sozialversicherung hat am Montag die Lieferung von Hörhilfen international ausgeschrieben. Damit werden die Sozialwerke Kunden und reden so beim Preis mit.

Auswahlkriterien sind nicht nur der Preis, sondern auch klar definierte Qualitätsanforderungen.
Auswahlkriterien sind nicht nur der Preis, sondern auch klar definierte Qualitätsanforderungen.
1 Meldung im Zusammenhang
Die Auswahl der Lieferanten soll bis April 2009 abgeschlossen sein, teilte das Bundesamt für Sozialversicherung (BSV) am Montag in einem Communiqué mit. Ziel sind mindestens drei Hersteller. Damit beschafft die IV die Geräte, welche sie und die AHV vergüten, selbst.

Klare Qualitätskriterien

Auswahlkriterien sind nicht nur der Preis, sondern auch klar definierte Qualitätsanforderungen. Auch müssen die Hersteller die jeweils aktuellen Modelle zur Verfügung stellen. Das reduziere das breite Angebot, räumt das BSV ein. Die künftige Palette werde individuelle Bedürfnisse der Versicherten aber weiter abdecken. Von der Ausschreibung erwartet die IV Einsparungen von 10 bis 20 Millionen Franken im Jahr - vorsichtig geschätzt. Der Schritt stellt einen Systemwechsel dar. Die Sozialwerke treten am Markt als Besteller auf und können damit auf die Preisgestaltung einwirken - statt wie bisher einfach zu bezahlen.

Nach den herstellerseitigen Preismassnahmen will das Bundesamt sein Augenmerk auf den Fachhandel richten, die Akustiker. Deren Pauchalen für Anpassung, Wartung und andere Dienstleistungen würden in einem nächsten Schritt neu augehandelt.

Überhöhte Margen in der Branche

Den Margen und Rabatten der Hörgerätebranche stehe keine Leistung zugunsten der hörbehinderten Versichterten entgegen, begründet das BSV den Systemwechsel.

Auch nach Berücksichtigung einer Pauschale für den Aufwand der Akustik-Fachgeschäfte bleibe je nach Händler unter dem Strich 45 Prozent - schnell einmal über 1000 Franken pro Gerät. Folge seien im internationalen Vergleich überhöhte Gerätepreise.

Bis 4065 Franken von der IV

Derzeit bezahlen die Sozialversicherungen den Hörbehinderten einen Beitrag an ein Hörgerät ihrer Wahl. Hinzu kommt eine Dienstleistungspauschale für die Akustikerinnen und Akustiker.

Bei der IV beträgt dieser Beitrag je nach Schwere der Behinderung zwischen 1570 (für ein Ohr) und 4065 Franken (für beide Ohren). Die AHV entrichtet nur an die Versorgung eines Ohrs einen Beitrag; dieser umfasst 75 Prozent des IV-Beitrags alle fünf Jahre.

Wünschen Hörbehinderte ein Modell mit einem Verkaufspreis über dem Sozialwerke-Beitrag, müssen sie die Preisdifferenz selbst bezahlen. Auch für diese Käufer erwartet das BSV Einsparungen, wie es schreibt.

Zurzeit gibt es 210 Geräte, für welche die IV voll aufkommt. Hinzu kommen gut 660 Geräte, bei denen der Versicherte den Mehrpreis selber tragen muss.

Branche legt Beschwerde ein

Der Branchenverband hörenschweiz bemängelte, die Rechtsgrundlage für die Ausschreibung fehle. Das BSV überschreite seine Kompetenzen. Darum reichte die Branche gemäss hörenschweiz am Montag zusammen mit dem Gewerbeverband Aufsichtsanzeige gegen das BSV ein.

Pro Audito dagegen, die Organisation für Menschen mit Hörproblemen, unterstützt das BSV. Die Eidgenössische Finanzkontrolle hatte festgestellt, dass sich die Ausgaben der Sozialwerke für Hörhilfen innert zehn Jahren verdoppelten.

(fest/sda)

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Der Bund wollte die Hörgeräte direkt bei den Herstellern einkaufen.
Guten Tag Sonnenschein
Nun, dann werde ich mal wieder den Beobachter anschauen. Zum Beispiel habe ich mal den Mutterschaftsurlaub angepriesen (1999) auf einem Arbeitsvertrag, was mir leider die Kündigung einbrachte. Mich aber ganz stolz macht, dass dies Jahre später dann tatsächlich eingeführt wurde. Nun nochmals zum SF. Leider wird da alles rausgeschnitten, was sie wollen. Ich wollte eine Message rüberbringen, dass man auch sich sozial engagieren soll (hab irgendeinen Artikel gefunden, dass Sie das 30 Jahre gemacht haben). Wie gesagt, dass wurde rausgeschnitten. Sie wollten lieber einen schrägen Artikel zum Thema Energie sparen. Da ich schon viele Aktionen gestartet habe, kommt es mir da nicht drauf an. Meine Chefin war zuerst entsetzt; ich konnte sie aber beruhigen, dass man nur mit schrägen Vögel ins Fernsehen schafft.
Starten wir gemeinsam durch!
Freut mich, Berufskollegin!

Ich habe übrigens auch immer das Gefühl, ich müsste den Menschen partout meine Meinung sagen. Ich akzeptiere zwar andere Meinungen, ertappe mich aber doch immer, dass ich meine Meinung einfach auch noch zum Besten geben muss, auch wenn ich diese niemandem aufschwatzen will. Einfach sozusagen als Zugabe zum Thema ;- ) So viel zum vorlauten Mundwerk!

Was ich aber dennoch immer und immer wieder erfahre, ist die Tatsache, dass man zwar manchmal nicht so Freude an mir hat, mich aber gerade der Ehrlichkeit halber letztlich dann doch wieder schätzt und akzeptiert - und so nebenbei, habe ich auch oft (nicht immer) Recht behalten :- ), wenn ich eine Vermutung hatte oder mich zu einem Thema äusserte.

Nur, noch etwas mehr durchzustarten, das würde mir gefallen, sollten wir beide doch gemeinsam tun! Wenn ich mir die SF-Bubis und -Mädis manchmal so betrachte, dann finde ich leider nicht viel Kritisches in ihren Gedanken. Zu heiss könnten ja Eisen sein. Dann lässt man es lieber gleich von Anfang an sein, leuchtet als Strahlemann und Strahlefrau, Vorzeigepuppen und Wunschschwiegerkinder - und schafft sich erst noch gute Chancen, um in der Freizeit mit Moderationen etc., auch noch weitere Kohle zu machen (siehe letzten Beobachter!).
Freut mich zu hören, dass
Sie sich beruflich einen guten Namen schaffen können. Nun, beruflich konnte ich nicht voll durchstarten, aber ich glaube, dass ich mit meinen vorlauten Mundwerk Einigen nicht vergessen gegangen bin. Sei es auch in der LZ, Blick und SF...
Halt einfach zu neugierig
Liebe marylou. Ich lebe davon, zu hören, was ich eigentlich nicht immer sollte. Da empfiehlt sich eine gute Triage, was wer wieder weiter hören oder lesen darf und was nicht.

Aber gerade beim Hören von Nachrichten, die nicht für mich bestimmt wären, kommen meist die besten Ideen für spätere Projekte.

Und wegen des Nichtweitergebens von Nachrichten, die nicht für jeden bestimmt sind, habe ich mir im Job einen sehr guten Namen schaffen können :-)

Noch zu Ihrem Beitrag: Ich bin halt leider unheimlich neugierig. Deshalb bin ich froh, möglichst viel mitzubekommen, auch wenn es oft nicht einfach ist, sich darüber ein Bild zu machen und zu entscheiden, was nun mit dem Gehörten weiterlaufen soll.
Hörgeräte
Bin der Meinung, dass man nicht alles mitkriegen muss. Es erstaunt mich dann schon immer wieder, was ich mitkriege, was eigentlich nicht für meine Ohren bestimmt ist.
Hörgeräte- und Brillenzwang
Ich bin dafür, dass gewisse Damen und Herren, z.B. Politiker/-innen, Hörgeräte- und Brillenzwang erhalten. Über die Kostenübernahme liesse sich dann sicher auch reden. Und ECHTE hör- und sehbehinderte Menschen müssten sowieso keinerlei Kosten tragen müssen. Das geht in anderen Staaten doch auch. Aber in der Schweiz gehts halt oft nicht so sozial zu und her.
Preisstruktur von Hörgeräten
Als Selbst - Betroffener mit einem komplexen Hörschaden habe ich mich immer wieder über die Kartellartigen Preise der verschiedenen Hersteller / Anbieter
geärgert. Grundsätzlich kann bei allen unter 3 Klassen wählen, ca. + - CHF 5000.--/
6'000.--/ 7000.- ++, staunt dann aber, dass man kaum Abweichungen innerhalb
dieser Niveaus findet. Zudem werden bei der günstigsten Klasse in der Regel grössere und schwerfälligere Apparate mit "einfacherer" Technik angeboten,
was angesichts der Komplexität bei Hörproblemen sogar als unsozial eingestuft
werden kann, da man in der Regel ja für + - 50% der Kosten selbst aufkommt.
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