Jahrhundertsommer verursachte Pannen
publiziert: Donnerstag, 17. Jun 2004 / 12:42 Uhr

Bern - Der Jahrhundertsommer hat dem Pannendienst des Touring Club Schweiz (TCS) mit über tausend Einsätzen pro Tag einen neuen Rekord beschert. Trotz roter Zahlen blickt der TCS insgesamt zufrieden auf 2003 zurück.

Zum zweiten Mal in Folge schliesst der TCS die Jahresrechnung in den roten Zahlen ab.
Zum zweiten Mal in Folge schliesst der TCS die Jahresrechnung in den roten Zahlen ab.
Über 324 000 Mal rückten die gelben Patrouillenfahrzeuge des TCS im vergangenen Jahr aus, 72 000 Pannen erledigten die Vertragsgaragen. Damit leistete der Pannendienst des TCS durchschnittlich über 1000 Einsätze pro Tag, so viele wie nie zuvor.

Grund für die vielen Pannen auf den Schweizer Strassen sei der Jahrhundertsommer gewesen, sagte TCS-Generaldirektor Josef Andres gemäss Redetext vor den Medien auf der Rega-Basis in Bern-Belp. Auch die Zahl der Mitglieder nahm im vergangenen Jahr erneut leicht zu: Der grösste Verkehrsverband der Schweiz zählt inzwischen 1,45 Millionen Mitglieder.

Umsatz stabil

Mit 403 Mio. Franken blieb der Umsatz trotz einem erneuten Einbruch im Reisegeschäft stabil. Zum zweiten Mal in Folge schliesst der TCS die Jahresrechnung jedoch in den roten Zahlen ab.

Grosser Investitionsbedarf besonders im IT-Bereich habe zum Verlust von gut 8 Mio. Franken geführt, erklärte der abtretende Zentralpräsident Jean Meyer gegenüber der Nachrichtenagentur sda. Der TCS werde aber - ohne Beitragserhöhungen - bereits 2007 wieder schwarze Zahlen schreiben.

Zufriedener Generaldirektor

Zufrieden zeigte sich Generaldirektor Andres mit dem Versicherungsgeschäft. Gut behauptet habe sich der ETI-Schutzbrief. Das Prämienvolumen der Assista tcs habe erstmals 60 Mio. Franken überschritten, die Versicherung bleibe damit Marktführerin beim Rechtsschutz. Laut Andres legte auch die Autoversicherung auto tcs um 25 000 auf 94 000 Policen zu.

Andres kündigte zudem ebenfalls eine engere Zusammenarbeit mit der Rega an. TCS-Mitglieder und Rega-Gönner sollen vermehrt von Dienstleistungen der anderen Organisation profitieren können.

(bsk/sda)

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