Zweitteuerstes Katastrophenjahr
Katastrophen kosten 2011 bereits 70 Mrd. Dollar
publiziert: Freitag, 9. Sep 2011 / 10:42 Uhr / aktualisiert: Freitag, 9. Sep 2011 / 15:42 Uhr
Der Tsunami in Japan forderte viele Todesopfer.
Der Tsunami in Japan forderte viele Todesopfer.

Zürich - Naturkatastrophen und von Menschenhand verursachte Unglücke haben zwischen Januar und Juni weltweit etwa 26'000 Tote gefordert. Der grösste Teil der Opfer starb in der Tsunami- und Erdbebenkatastrophe, die Japan im März heimgesucht hatte.

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Über 20'000 Personen sind in Japan ums Leben gekommen oder gelten als vermisst. Die zweitgrösste Opferzahl in einem einzelnen Ereignis mit fast 900 Toten forderten Überflutungen und Erdrutsche im Januar in Brasilien, gefolgt von April-Stürmen in den USA, in denen 354 Menschen ums Leben kamen.

Die Unglücke machen das erste Halbjahr 2011 zudem zum teuersten Semester in der Geschichte und kosten die globale Versicherungsindustrie nach Angaben des Rückversicherers Swiss Re 70 Mrd. Dollar. Das ist mehr als doppelt so viel wie im Vorjahr, wie Swiss Re am Freitag im Rahmen neuer Schätzungen bekannt gab.

Davon nicht genug: 2011 ist laut Swiss Re schon jetzt das zweitteuerste Jahr, was versicherte Katastrophenschäden anbelangt. Der Kostenrekord von 120 Mrd. Dollar für ein Jahr stammt von 2005, als unter anderem der Hurrikan Katrina die US-Südstaatenmetrople New Orleans und umliegende Gebiete verwüstete.

Höchste Erdbebenkosten ever

Die verheerenden Beben in der neuseeländischen Stadt Christchurch im Februar und im Nordosten Japans im März bescheren der Branche einen weiteren Kosten-Superlativ: Betrachtet man Erdbeben allein, sind die Kosten von 39 Mrd. Dollar im laufenden Jahr die höchsten, welche die Branche je hat schultern müssen.

Allein für Naturkatastrophen berappt die Versicherungsbranche laut Swiss Re für das nun zurückliegende Halbjahr 67 Mrd. Dollar. Im Vorjahr kosteten diese Ereignisse 27 Mrd. Dollar.

 

(fest/sda)

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