Klimabericht - Prämien dürften steigen
publiziert: Freitag, 2. Feb 2007 / 13:21 Uhr / aktualisiert: Samstag, 3. Feb 2007 / 09:16 Uhr

Bern - Der UNO-Klimabericht belegt es: Die Erderwärmung ist Fakt. Nach Ansicht der Rückversicherer wird die Klimaveränderung langfristig immer öfters zu Winterstürmen führen, die deutlich mehr Schäden anrichten werden als bisher. Die Prämien dürften steigen.

Der Klimabericht soll eigentlich die Menschen aufrütteln und nicht die Taschen der Versicherer füllen.
Der Klimabericht soll eigentlich die Menschen aufrütteln und nicht die Taschen der Versicherer füllen.
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«Die Klimaveränderung beeinflusst das Versicherungsgeschäft. Wir müssen mit einem erhöhten Wintersturmrisiko vor allem in Europa rechnen», sagte Ivo Menzinger, Bereichsleiter für Nachhaltigkeit und Risikomanagement bei der Swiss Re, an einer Telefonkonferenz. Dies dürfte zu deutlich höheren Schadenssummen führen.

Im Zeitraum von 1975 bis 2085 rechnet der Rückversicherer, gestützt auf eigene Untersuchungen, mit einer Zunahme der Schäden durch Winterstürme von 16 bis 68 Prozent.

Swiss Re: «Rasch handeln»

Die Swiss Re spricht nach Veröffentlichung des UNO-Klimaberichts von einem «Meilenstein». «Wir begrüssen diesen Bericht. Er ist wegweisend - nicht nur für die zivile Gesellschaft», betonte Menzinger. Der ausführliche Report bestätige die Dringlichkeit, rasch zu handeln. Gefordert seien alle, die Wirtschaftsvertreter genauso wie die Regierungen.

Die Ergebnisse des Berichts müssten nun systematisch in das Risikomanagement einfliessen, so die Swiss Re. Konkret dürfte dies zu höheren Prämien führen.

«In Europa sind die Prämien noch nicht risikogerecht», hiess es unisono bei den Versicherungsanalysten. Hier würden in den nächsten Jahren deutliche Anpassungen nötig.

Erhöhtes Risiko lässt die Taschen füllen

«Wir müssen künftig alle zwei bis drei Jahre mit einem heftigen Wintersturm rechnen», erklärte Andreas Frick, Versicherungsanalyst bei der Bank Vontobel, im Gespräch mit der Nachrichtenagentur SDA. Noch sei das Risiko deutlich höher als die Prämien.

Gleicher Meinung ist Cyrill Voser von Julius Bär: «Natürlich zeigt sich die Situation in den USA noch anders. Aber kommt es in Europa regelmässig zu Winterstürmen, sind Preisanpassungen eine logische Folge.»

(ht/sda)

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