Kyrill belastet Rückversicherer
publiziert: Sonntag, 6. Mai 2007 / 10:32 Uhr

München/Hannover - Der Orkan Kyrill, der im Januar 2007 über Europa hinweg fegte, hat bei den Rückversicherern im ersten Quartal tiefe Spuren hinterlassen und für Rückgänge beim Ergebnis gesorgt.

Münchener Rück konnte die Sturmbelastung durch Immobilienverkäufe ausgleichen.
Münchener Rück konnte die Sturmbelastung durch Immobilienverkäufe ausgleichen.
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Vergleichsweise gut überstanden hat die Belastungen die Münchener Rück. Zwar sank das operative Ergebnis um 10,2 Prozent auf 1,32 Mrd. Euro. Der Nettogewinn belief sich aber auf 982 Mio. Euro und bewegte sich damit auf Vorjahresniveau. Kyrill bescherte der Gruppe weniger Belastungen als nach vorläufigen Schadenmeldungen erwartet wurden, teilte die Münchener Rück heute, Freitag, mit.

Die Schäden durch Kyrill summierten sich insgesamt auf 450 Mio. Euro vor Steuern. Positiv wirkten sich dem Unternehmen zufolge vor allem hohe Gewinne aus dem im Vorjahr eingeleiteten Verkauf von Immobilien aus. Damit konnten die Belastungen durch die Sturmschäden teilweise ausgeglichen werden. Die Schaden-Kosten-Quote lag bei 101,8 Prozent, wovon 12,2 Prozentpunkte auf Naturkatastrophen entfielen und davon wiederum 11,2 Prozentpunkte auf Kyrill. «Mittelfristiges Ziel ist es, durchschnittlich eine Schaden-Kosten-Quote von unter 97 Prozent zu erreichen», erklärt Unternehmenssprecherin Anke Rosumek gegenüber pressetext. Im Vorjahreszeitraum hatte ein Wert von 91,6 Prozent zu Buche gestanden.

Aktienrückkäufe angekündigt

Nach dem trotz Sturmbelastung guten Start ins Jahr 2007 startet die Münchener Rück mit dem Programm Changing Gear eine Initiative für weiteres Gewinnwachstum. Bis 2010 soll der Gewinn pro Aktie im Durchschnitt um mehr als zehn Prozent steigen. Darüber hinaus sind bis 2010 weitere Aktienrückkäufe in Höhe von mehr als fünf Mrd. Euro geplant, davon zwei Mrd. Euro bis zur Hauptversammlung 2008. «Zusammen mit den geplanten Dividendenzahlungen kommen wir damit auf ein Volumen von über acht Mrd. Euro bis Ende 2010», so Münchener-Rück-Chef Nikolaus von Bomhard. Für 2007 rechnet der Konzern mit einem Gewinn von drei bis 3,2 Mrd. Euro.

Die Erneuerung der Rückversicherungsverträge zum 1. Januar 2007 ist laut Münchener Rück positiv verlaufen und sichert dem Konzern ein hohes Ertragspotenzial. Auch bei den zum 1. Juli anstehenden Erneuerungen in Teilen des US-Geschäfts, Australiens und auf den lateinamerikanischen Märkten soll die Profitabilität im Vordergrund stehen. Die Preiszyklen sind laut Rosumek aber nicht mehr so ausgeprägt wie in den 90er Jahren, als die Preise stark zurückgegangen seien. «Die Abschlüsse erfolgen sehr differenziert nach Kunden und Märkten, eine eindeutige Tendenz nach oben oder unten ist nicht erkennbar», so Rosumek im Gespräch mit pressetext.

Hannover Rück: «Guter Start»

Von einem «guten Start ins neue Geschäftsjahr» spricht auch die Hannover Rück, die am Donnerstag, ihre Quartalsbilanz vorgelegt hat. «Wir haben mit unserem Quartalsergebnis eine gute Basis geschaffen, um unser angepeiltes Gewinnziel für 2007 - eine Eigenkapitalrendite von mindestens 15 Prozent nach Steuern - zu erreichen», so Wilhelm Zeller, Vorstandsvorsitzender der Hannover Rück.

Allerdings musste der Konzern aufgrund der hohen Belastungen durch Kyrill einen Rückgang seines operativen Ergebnisses um 17,2 Prozent auf 154,2 Mio. Euro hinnehmen. Die Schadensbelastungen durch den Orkan beliefen sich insgesamt auf 160 Mio. Euro.

(ht/pte)

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