«Kyrill» zerzaust den Halbjahresgewinn der Helvetia
publiziert: Freitag, 7. Sep 2007 / 08:39 Uhr / aktualisiert: Freitag, 7. Sep 2007 / 15:46 Uhr

St. Gallen - Der Wintersturm «Kyrill» und die Unwetter im Juni haben die Rekordjagd des Versicherers Helvetia stark verlangsamt. Der Halbjahresgewinn 2007 nahm noch um 6,1 Prozent auf 172,9 Mio. Fr. zu.

Die Helvetia verfehlte bei Reingewinn und Kosten-/Schadensatz die Prognosen deutlich.
Die Helvetia verfehlte bei Reingewinn und Kosten-/Schadensatz die Prognosen deutlich.
2006 war der Überschuss um 40 Prozent in die Höhe geklettert. Die Unwetter sorgten in der Schadensversicherungssparte (Nichtlebengeschäft) für einen Einbruch des Vorsteuergewinns um 25,3 Prozent auf 82,4 Mio. Franken, wie Helvetia bekannt gab.

Allein «Kyrill» verursachte Schäden von 27,8 Mio. Franken. Entsprechend verschlechterte sich der kombinierte Kosten-/Schadensatz stark von 95,6 auf 102,0 Prozent. Werte über 100 Prozent bedeuten, dass das Geschäft unprofitabel war.

Florierendes Lebengeschäft

Wie etwa bei der Konkurrentin Bâloise florierte dagegen auch bei Helvetia das Lebengeschäft: Es übertraf mit 129,1 Mio. Fr. das Vorjahresergebnis vor Steuern um 37,5 Prozent.

Die Sparte profitierte von einer deutlich gestiegenen Anlagerendite sowie einem verbesserten Risikoverlauf. Zudem kletterte das Ergebnis aus Kapitalanlagen um ein Drittel auf 632,4 Mio. Franken.

Der seit Anfang September amtierende neue Konzernchef Stefan Loacker will die bestehende Strategie weiterentwickeln: Ziel bleibe ein jährliches, organisches Prämienwachstum von 4 Prozent im Nichtleben- und von 7 Prozent im Lebengeschäft, sagte Loacker vor den Medien in Zürich.

Wiederum einschenken werden Unwetter. Allein die Überschwemmungen in der Schweiz im Juli und August dürften 25 Mio. Fr. kosten. In den übrigen Ländern sei der Schadensverlauf seit Ende Juni dagegen normal.

(bert/sda)

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