Lebensversicherer Rentenanstalt/Swiss Life mit Rekordverlust
publiziert: Dienstag, 8. Apr 2003 / 08:42 Uhr

Zürich - Der Lebensversicherungskonzern Rentenanstalt/Swiss Life hat 2002 einen Rekordverlust eingefahren: Das Minus beträgt wie bereits früher angekündigt 1,694 (Vorjahr: -0,115) Mrd. Franken. Das Jahr 2003 soll Swiss Life wieder in die Gewinnzone führen.

Rentenanstalt/Swiss Life.
Rentenanstalt/Swiss Life.
Die Umsetzung der strategischen Neuausrichtung komme planmässig voran, begründet Swiss Life in einem Communiqué die optimistische Prognose. Von den 2004 angestrebten jährlichen operativen Kosteneinsparungen in Höhe von 515 Mio. Fr. seien im Jahr 2002 bereits 212 Mio. Fr. oder über 40 Prozent realisiert worden.

Die Konzentration auf das Kerngeschäft werde vom neuen Management konsequent vorangetrieben. Und die geplanten Desvestitionen seien angesichts des schwierigen Marktumfeldes auf gutem Weg, heisst es weiter.

Das Nettoprämienvolumen erhöhte sich gegenüber dem Vorjahr um 0,9 Prozent auf 15,265 Mrd. Franken. Auch die Bruttoprämien ohne die Beiträge mit Anlagecharackter erhöhte sich um 0,8 Prozent auf 15,757 Mrd. Franken. Dagegen sank das Prämienvolumen inklusive diesen Prämien um 3 Prozent auf 19,473 mrd. Franken.

Der schlechte Geschäftsgang 2002 wirkte sich auch auf das Eigenkapital der Swiss Life aus. Dieses sank um 16,3 Prozent auf 4,170 Mrd. Franken, während sich die Eigenkapitalbasis um 2,6 Prozent auf 7,540 Mrd. Fr. verringerte.

Angesichts des Verlustes will der Verwaltungsrat der Generalversammlung beantragen, auf eine Dividende zu verzichten. Ausserdem schlägt er Volker Bergkamp zur Wahl in das Führungsgremium vor. Bergkamp war zuletzt Vorstandsmitglied der AXA Colonia Versicherungs-Holding AG.

(bsk/sda)

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