Konzernchef der Zurich geht
Martin Senn verabschiedet sich
publiziert: Dienstag, 1. Dez 2015 / 07:55 Uhr / aktualisiert: Dienstag, 1. Dez 2015 / 12:01 Uhr
Martin Senn verlässt Zurich auf Ende Jahr.
Martin Senn verlässt Zurich auf Ende Jahr.

Bern - Beim Versicherungskonzern Zurich kommt es an der Spitze zu einem abrupten, aber nicht überraschenden Wechsel. Martin Senn tritt zurück - nach sechs Jahren als CEO und nach zehn Jahren beim Konzern. Er verlässt das Unternehmen bereits Ende Jahr.

Im Vorfeld gab es Gerüchte, wonach sich der Verwaltungsrat nach einem neuen Chef umsieht. Der Konzern musste im dritten Quartal einen massiven Gewinneinbruch hinnehmen. Zudem musste die anvisierte Übernahme der britischen RSA abgeblasen werden. Der Rücktritt Senns habe keinen Einfluss auf die Strategie von Zurich, schreibt Zurich in der Mitteilung vom Dienstag.

Vorübergehend wird Verwaltungsratspräsident Tom de Swaan die Geschäfte leiten. Während er diese Funktion innehat, wird Tom de Swaan seine Mandate bei anderen kotierten Unternehmen ruhen lassen. Fred Kindle, Vizepräsident des Verwaltungsrats, werde in dieser Übergangsphase zusätzliche Verantwortung übernehmen, schreibt Zurich.

Die Suche nach einem Nachfolger läuft bereits. Zurich hat klare Vorstellungen. So sollen laut Tom de Swaan ausschliesslich externe Kandidaten für die Nachfolge von Senn in Betracht kommen. Intern sei man bei der Suche nach geeigneten Persönlichkeiten nicht fündig geworden, erklärte der Niederländer in einer Telefonkonferenz.

Neuer Zurich-Chef muss drei Bedingungen einhalten

Auf die Frage, welche Kriterien für die Auswahl des neuen Zurich-Chefs eine Rolle spielen, nannte de Swaan, der seit 2006 Mitglied des Verwaltungsrates ist und das Aufsichtsgremium seit 2013 leitet, drei Bedingungen.

Erstens müssen Kandidaten beziehungsweise - wie de Swaan betont - Kandidatinnen einen ausgeprägten Geschäftssinn mitbringen. Damit gemeint sind also unternehmerische Führungspersönlichkeiten.

Zweitens setzt Zurich auf Branchenerfahrung. Ein Chef ausserhalb der Versicherungswelt kommt demnach nicht in Frage. Und drittens muss die Person bereits über Führungserfahrungen als ein Konzernchef verfügen.

(sda)

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