Schäden im zweistelligen Millionenbereich
Ostschweizer Autos bei Marder besonders beliebt
publiziert: Mittwoch, 11. Mai 2016 / 14:33 Uhr / aktualisiert: Mittwoch, 11. Mai 2016 / 14:51 Uhr
Die Marder sind besonders zwischen Mai und Juni aktiv. (Symbolbild)
Die Marder sind besonders zwischen Mai und Juni aktiv. (Symbolbild)

Bern - Kommt das Auto am Morgen nicht vom Fleck, war vielleicht am Marder am Werk und hat Kabel und Schläuche angeknabbert. Der Albtraum vieler Autofahrer wird auch in diesem Frühjahr wieder kostspielige Schäden unter den Motorhauben anrichten.

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Die Anzahl der gemeldeten Schadensfälle nimmt in der Schweiz tendenziell zwar ab, aber die Gesamtkosten bleiben für die Versicherungen in etwa konstant. Das bedeutet, dass die Durchschnittskosten pro Fall immer höher werden.

Jedes Jahr bezahlen die Schweizer Versicherungen zweistellige Millionenbeträge für Schäden, die durch die kleinen Raubtiere verursacht werden. Alleine bei der AXA Winterthur wurden im vergangenen Jahr rund 17'000 Marderschäden gemeldet.

Im Mai und Juni ist Hochsaison

Statistisch gibt es im Mai bis Juni am meisten Marderschäden bei Fahrzeugen. Dann ist das Revierverhalten der Steinmarder besonders ausgeprägt. In der Ostschweiz ist die Wahrscheinlichkeit für einen Marderschaden besonders hoch, wie eine am Mittwoch veröffentlichte Auswertung der Versicherung AXA Winterthur zeigt.

In den Kantonen Appenzell Innerrhoden, Jura, Thurgau und St. Gallen ist das Risiko für solches Ungemach besonders hoch. Relativ zur Anzahl der versicherten Autos beissen die Tiere dort nämlich am häufigsten zu. Lenkerinnen und Lenker in den besonders gefährdeten Kantonen haben ein über 40 Prozent höheres Risiko für einen Marderschaden am Auto als der Durchschnitt.

Auf ein Auto bezogen heisst das: Rund alle 25 bis 35 Jahre ist mit einem Marderschaden zu rechnen. In Graubünden, Wallis oder Genf hingegen müssen Autofahrer kaum über die Marder ärgern: Ihr Risiko für einen Marderschaden ist um 60 bis 80 Prozent geringer als der Schnitt - etwa ein Schaden alle 200 Jahre.

Das liegt nicht etwa daran, dass Bündner Autos den Mardern weniger gut schmecken als Fahrzeuge aus dem Appenzeller. «Grund für die Unterschiede dürfte die Geographie der der verschiedenen Kantone sein», erklärt Fredy Egg, Leiter Schaden bei der AXA Winterthur.

Steinmarder kämen in der Schweiz nur bis in mittlere Höhenlagen vor. In einem bergigen Kanton lebten also deutlich weniger der kleinen Raubtiere als in tieferen Lagen.

Moderne Autos besser geschützt

In den vergangenen Jahren haben Marderschäden tendenziell abgenommen. Mit hoher Wahrscheinlichkeit liegt das an der technischen Entwicklung der Fahrzeuge. Moderne Autos haben weniger frei zugängliche Komponenten, die ein Marder anbeissen könnte. Zahlreiche Autos verfügen heutzutage über einen Unterbodenschutz.

Bei der AXA Winterthur beläuft sich der Schadenbetrag durchschnittlich auf rund 400 Franken, wie die Versicherung mitteilte. Etwas gegen Marderschäden zu unternehmen, lohne sich trotzdem - gerade in besonders gefährdeten Gegenden.

Den besten Schutz bietet nach wie vor eine geschlossene Garage. Normalerweise sind die Marderschäden bei einer Teilkaskoversicherung versichert. Folgekosten wie zum Beispiel Defekte an Motor und Abgasanlagen werden aber nicht von allen Versicherungen gedeckt. Hier kommt es auf den entsprechenden Versicherungsvertrag an.

(arc/sda)

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