Grosses Interesse
Prämienrechner des BAG ist beliebt
publiziert: Donnerstag, 13. Okt 2011 / 12:54 Uhr
Die Krankenkassen geben in den nächsten Wochen ihre neuen Prämien bekannt.
Die Krankenkassen geben in den nächsten Wochen ihre neuen Prämien bekannt.

Bern - Der neue Prämienrechner des Bundesamts für Gesundheit (BAG) stösst auf grosses Interesse. Im Vergleich zum bisherigen BAG-Vergleichsrechner wird der neue Rechner täglich rund zehn Mal häufiger angeklickt, wie BAG-Sprecher Daniel Dauwalder sagt.

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Prämienrechner
Bundesamt für Gesundheit.
priminfo.ch

Zahlen will er aber nicht offenlegen. Andere Vergleichsdienste gäben diese auch nicht bekannt, sagte Dauwalder am Donnerstag auf Anfrage. Der neue Prämienrechner hat sich laut Dauwalder bisher bestens bewährt, es seien keine technischen Probleme aufgetreten.

Seit zwei Wochen in Betrieb

Das BAG nahm den neuen Prämienrechner vor rund zwei Wochen in Betrieb. Sowohl für die Versicherten als auch für die Krankenkassen ist das Angebot kostenlos. Auf der Webseite können die von den Behörden genehmigten Prämien der Grundversicherung und die Versicherungsangebote in der jeweiligen Region und Altersgruppe miteinander verglichen werden.

Die Versicherten haben auch die Möglichkeit, von den Kassen Offerten einzuholen, sei es via Internet oder auf dem Postweg. Ein entsprechendes Formular können sie auf der BAG-Seite ausdrucken lassen.

Intensivste Phase steht noch bevor

Dauwalder geht davon aus, dass der BAG-Prämienrechner in den kommenden Wochen noch intensiver genutzt werden wird, spätestens dann, wenn die Kassen den Versicherten die neuen Prämien für 2012 bekanntgegeben haben.

Mit ein Grund für den Ansturm auf den BAG-Prämienrechner dürfte der Umstand sein, dass einige Konsumentenorganisationen ihre eigenen Vergleichsangebote aufgehoben haben und entsprechende Anfragen an das BAG weiterleiten.

Prämienrechner bieten auch Vergleichsdienste wie comparis.ch oder bonus.ch an. Der Nachteil: Beide Internet-Dienste helfen den Kassen bei der Jagd nach «guten Risiken», wofür sie Geld erhalten - und die Anfragenden nicht unbedingt die günstigste Offerte. Laut Hochrechnungen wenden die Krankenkassen jährlich etwa 16 Millionen Franken für Internetvergleichsdienste und Offerten auf.

(bert/sda)

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