Renten der zweiten Säule werden um 2,6 Prozent erhöht
publiziert: Donnerstag, 17. Okt 2002 / 12:38 Uhr

Bern - Die seit 1999 laufenden Hinterlassenen- und Invalidenrenten der zweiten Säule werden Anfang 2003 erstmals der Teuerung angepasst. Die Erhöhung beträgt 2,6 Prozent, wie das Bundesamt für Sozialversicherung (BSV) mitteilte.

Laut Bundesgesetz über die berufliche Vorsorge (BVG) sind die obligatorischen Langzeitrenten erstmals nach drei Jahren der Preisentwicklung anzupassen. Übersteigt die Rente das gesetzliche Minimum, muss sie erst angepasst werden, wenn sie unter den gemäss BVG gewährten und der Teuerung angepassten Ansatz fällt.

Spätere Anpassungen erfolgen zeitgleich mit jenen der AHV, deren Renten in der Regel alle zwei Jahre erhöht werden. Demnach steigen die seit 1998 ausgerichteten und letztes Jahr zum ersten Mal angepassten BVG-Langzeitrenten Anfang 2003 um 0,5 Prozent.

Die vor 1998 entstandenen Renten werden an die Preisentwicklung der letzten zwei Jahre angepasst. Weil diese Renten wegen einer falschen Teuerungsberechnung Anfang 2001 teilweise zu stark erhöht wurden, fällt ihre Anpassung unterschiedlich aus.

Die bereits korrigierten Renten steigen um 1,2 Prozent. Bei den überhöhten Renten ist der Aufschlag geringer: Für die 1985 bis 1995 entstandenen Renten beträgt er 0,4 Prozent, für die Renten aus den Jahren 1996 und 1997 je 0,3 Prozent.

Die Altersrenten der zweiten Säule werden nur an die Teuerung angepasst, wenn die finanzielle Lage der Pensionskasse es zulässt. Den Entscheid über den Teuerungsausgleich trifft das paritätische Organ der Vorsorgeeinrichtung.

(sda)

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