Sämtliche Optionen offen
Rentenanstalt schliesst Fusion nicht aus
publiziert: Samstag, 2. Mrz 2002 / 13:43 Uhr

Zürich - Die Rentenanstalt hält sich bei der Überprüfung ihrer Strategie sämtliche Optionen offen. Auch eine Übernahme oder eine Fusion schliesst der grösste Schweizer Lebensversicherer nicht aus. Die Unabhängigkeit sei nicht ein Ziel für sich.

«Wir wollen die Unabhängigkeit möglichst erhalten, aber sie muss auch finanziell tragbar sein», sagte der neue Konzernchef der Rentenanstalt, Roland Chlapowski, in einem Interview mit der «Finanz und Wirtschaft».

Ähnlich äusserte sich Verwaltungsratspräsident Andres F. Leuenberger in der «Samstagsrundschau» von Schweizer Radio DRS. Er hoffe, dass die Rentenanstalt selbstständig bleibe. Sollte aber jemand 1500 (aktuell 513) Fr. je Aktie bieten, sei anzunehmen, dass die Mehrheit der Aktionäre ihre Titel verkaufen würden.

Auf die Frage, ob sich bereits Interesssenten gemeldet hätten, sagte Leuenberger, die Rentenanstalt sei mit vielen Leuten im Gespräch. Das sei in jeder Branche so. Direkt angegangen worden sei der Lebensversicherer noch nicht. Es würde ihn aber nicht überraschen, wenn dies passieren würde.

Die Rentenanstalt sei eine sehr gesuchte Braut, und der Konzern verfüge über einen starken Markennamen. Denkbar sei auch, dass der Konzern selbst als Bräutigam auftreten werde, sagte Leuenberger und schloss eine Fusion nicht explizit aus.

Die Überprüfung der Strategie betreffe das Kerngeschäft und die Hauptmärkte. Er schliesse nicht aus, dass die Rentenanstalt künftig in jenen Märkten bleibe, in denen der Konzern stark sei, sich aus anderen aber zurückziehe. Ein Verkauf der Banca del Gottardo oder der Schweizerischen Treuhandgesellschaft stehe nicht im Vordergrund.

(bb/sda)

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