Santésuisse lehnt professionelle Revisoren ab
publiziert: Donnerstag, 10. Mai 2007 / 15:50 Uhr

Bern - Das Ringen um die Einführung leistungsorientierter Fallpauschalen an den Schweizer Spitälern geht weiter. Einen vom Spitaldachverband H+ präsentierten Kompromiss lehnt der Krankenversicherverband santésuisse ab.

Streitpunkt ist der Umfang der Daten die übermittelt werden.
Streitpunkt ist der Umfang der Daten die übermittelt werden.
Die auf 2009 geplante Einführung von leistungsorientierten Fallpauschalen zur einheitlichen Abrechnung der Spitalleistungen war im August 2006 ins Stocken geraten. santésuisse hatte sich damals vorläufig von der Gründung einer Aktiengesellschaft zur Umsetzung des Systems zurückgezogen.

Santésuisse und H+ sind sich uneins darüber, welche Daten die Krankenkassen im geplanten Fallpauschalensystem SwissDRG (Diagnosis Related Groups) zusammen mit den Rechnungen der Spitäler erhalten sollen. Santésuisse will nicht nur die Abrechnung, sondern auch sämtliche Diagnosen, Nebendiagnosen und Behandlungen einsehen können.

Dies geht den Spitälern jedoch zu weit: Ihrer Ansicht nach würde damit der gläserne Patient Realität. Als Kompromiss schlug H+ professionelle Revisoren vor. Diese sollen die Codierung der Diagnose- und Behandlungsschritte in der Verwaltung der Spitäler überprüfen.

Santésuisse kann dem Vorschlag der Spitäler jedoch nichts abgewinnen. Mit einer Codierrevision hätten die Krankenversicherer keine Möglichkeit, um zu überprüfen, ob die von der Spitalverwaltung erfassten Daten mit den effektiv erbrachten Leistungen übereinstimmten.

(bert/sda)

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