Santésuisse schägt Netzwerkmodelle vor
publiziert: Freitag, 5. Sep 2008 / 13:52 Uhr / aktualisiert: Freitag, 5. Sep 2008 / 16:13 Uhr

Bern - Santésuisse-Direktor Stefan Kaufmann plädiert in der Krankenversicherung für günstige Netzwerkmodelle, bei denen allerdings weder der Arzt noch das Spital frei gewählt werden könnten. Entsprechende Vorschläge machte er in der «Basler Zeitung».

Bei Wahl eines Netzwerkmodells müsste auf die freie Arzt- und Spitalwahl verzichtet werden.
Bei Wahl eines Netzwerkmodells müsste auf die freie Arzt- und Spitalwahl verzichtet werden.
Um die Gesundheitskosten in den Griff zu bekommen, schlagen die Krankenkassen vor, die Grundversicherung in ein Basismodell (mit freier Arztwahl) und in ein günstigeres Netzwerk- oder Kooperationsmodell aufzuteilen.

Basismodelle mit freier Arzt- und Spitalwahl brächten eine höhere Franchise und einen höheren Selbstbehalt. Bei Netzwerkmodellen würden die Kassen bestimmen, welche Ärzte und welche Spitäler für ihre Versicherungen in Frage kommen. Bei Wahl eines Netzwerkmodells müsste also auf die freie Arzt- und Spitalwahl verzichtet werden.

«Was heute fehlt, sind Modelle, die weiter gehen und stärker integriert sind, also beispielsweise auch das Spital umfassen», erklärt der Direktor des Krankenkassenverbandes gegenüber der «BaZ». «Heute reicht die integrierte Versorgung durch Netzwerke nicht ins Spital hinein.»

Bei einem Netzwerk- oder Kooperationsmodell «werden zwischen den Kassen und bestimmten Leistungserbringern, also Ärzten und Spitälern, Vereinbarungen getroffen». «Wenn ich als Versicherter ein überzeugendes Angebot habe, das integrierte Behandlung vom Hausarzt bis ins Spital gewährleistet, wähle ich es.»

Die Krankenkassen würden das Modell noch konkretisieren, erklärte Kaufmann. Er zeigte sich im übrigen überzeugt, dass der auslaufende Ärtzestopp keine plötzliche Flut von neuen Ärzten auslösen werde.

(fest/sda)

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