Santésuisse warnt vor Ungewissheiten für die kommenden Jahre. Bei den neuen Fallpauschalen seien viele Tarife mit Spitälern noch nicht definitiv, sagte der Santésuisse-Direktor Christoph Meier im Interview mit dem «St. Galler Tagblatt» vom Freitag. «Je nach Ausgang kommen hohe Millionenbeträge auf uns zu.»
Unbekannt sei auch, zu welchem Wechselkurs die Medikamentenpreise künftig berechnet werden, was in Sachen Besserstellung der Hausärzte passiert oder wie viele Spezialärzte nach Ende des Zulassungsstopps eine Praxis eröffnen werden.
Die Versichten können sich aber vorerst auf einen ruhigen Herbst einstellen: «Es wird eine moderate Prämienerhöhung geben», sagte Meier. Im Schnitt werde die Prämie zwei bis drei Prozent mehr kosten.
Je nach Versicherer, Modell und Wohnregion werde es Unterschiede geben. Dass der Anstieg nicht höher ausfalle, liege daran, dass die Kosten nicht übermässig gestiegen seien.
Neuer Zulassungsstopp
Um das Problem der zahlreichen neuen Praxen anzugehen, die Mehrkosten verursachen dürften, wirbt Meier für eine Neuauflage des Zulassungsstopps. «Das ist eine Notlösung, die niemand mag. Wenn es nicht anders geht, wehren wir uns aber nicht dagegen.»
Die Prämien-Prognose von santésuisse deckt sich mit der Einschätzung des Vergleichsdienstes comparis.ch, der aufgrund einer Umfrage bei den grossen Kassen Anfang Juli ebenfalls von einem Anstieg von unter 3 Prozent für 2013 ausging. Comparis warnt indes auch vor möglicherweise deutlich höheren Prämien für 2014.
(bg / sda)
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