Schweizer Fussball-Fans leben gefährlich
publiziert: Freitag, 25. Jun 2010 / 10:40 Uhr
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Es gibt mehr Unfälle nach einer Niederlage der Schweizer Fussballer.
Es gibt mehr Unfälle nach einer Niederlage der Schweizer Fussballer.

Luzern - Wenn die Schweizer Fussballer am Freitagabend in Südafrika kicken, riskieren nicht nur sie eine Verletzung, sondern auch die Fans zu Hause: Bei einer Niederlage der Nationalmannschaft droht die Zahl der Freizeitunfälle an diesem Tag um 50 Prozent zu steigen.

Dies hat der Unfallversicherer Suva aufgrund der Unfallmeldungen während der Fussball-WM 2006 und der EM 2008 errechnet. Dabei wurden Freizeitunfälle an Spieltagen mit dem Unfallgeschehen an spielfreien Tagen verglichen. Die Erkenntnis: Nach Spielende steigt die Unfallhäufigkeit für den Rest des Tages um 18 Prozent.

Enttäuschter Fan ist unfallgefährdeter

Spielen die Schweizer, verunfallen besonders viele Personen, nämlich 40 Prozent mehr als sonst. Der enttäuschte Fan ist dabei unfallgefährdeter als der jubelnde: Bei einem Sieg nimmt die Zahl der Unfallmeldungen um 30, bei einer Niederlage um 50 Prozent zu.

Je weiter das Turnier fortschreitet, desto gefährlicher wird es für den Fan. Bei den Finalspielen steige die Unfallhäufigkeit um weitere 15 Prozent, schreibt die Suva in ihrer Mitteilung.

Mehrheitlich Männer sind Unfallopfer

Die Unfallopfer sind mehrheitlich Männer. Sie verunfallen vor allem im Verkehr oder im Ausgang. Dabei handelt es sich meist um Missgeschicke wie Stolpern oder Schnittwunden, wie Suva-Sprecherin Helene Fleischlin auf Anfrage erklärte. Unfälle bei Raufereien sind nicht besonders auffällig. Nicht untersucht wurde, ob bei den Unfällen Alkohol im Spiel war.

Übrigens: Mehr Arbeitsunfälle gibt es wegen der Fussballturniere nicht. Die Zahl der Sportunfälle geht während den Matchs sogar um 25 Prozent zurück.

Konkrete Zahlen lieferte die Suva keine. Sie verrät aber, dass an den Abenden von Spieltagen während der Woche mit bis zu zehn zusätzlichen Freitzeitunfällen pro Stunde zu rechnen sei. Bezogen auf alle Unfälle, die während der Freizeit passieren, ist diese Zahl gering.

(ade/sda)

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