Swiss Life/Rentenanstalt stellt Direktvertrieb Profitline ein
publiziert: Mittwoch, 12. Mrz 2003 / 00:06 Uhr

Zürich - Der Lebensversicherer Rentenanstalt/Swiss Life stellt per sofort den Direktvertrieb von Lebensversicherungen und Fondsprodukten über Profitline ein. Der Neustrukturierung der Vertriebskanäle fallen 25 Arbeitsplätze bei Profitline zum Opfer.

Rentenanstalt/Swiss Life.
Rentenanstalt/Swiss Life.
Von diesem Entscheid sei nur die Akquisition von Neugeschäften betroffen, präzisierte Konzernsprecher Rob Hartmans den Inhalt einer Konzern-internen Mitteilung, die der Nachrichtenagentur sda vorliegt.

Den zurzeit 50 000 Kunden von Profitline entstünden dadurch keine finanziellen Nachteile. Sie würden wie bis anhin betreut und könnten weiter in ihre Fondsprodukte investieren. Die Sicherheit der Guthaben sei vollumfänglich gewährleistet.

Beim Stellenabbau werde es auch zu Entlassungen kommen, bestätigte Hartmans. Für diese Personen gelte der bestehende Sozialplan der Rentenanstalt/Swiss Life.

Zuvor war bekannt geworden, dass die Schweizer Börse SWX dem Lebensversicherer einen Verweis erteilt hat. Die Fehlbuchungen in der Jahresrechnung 2001 und dem Halbjahresbericht 2002 seien in ihrer Gesamtheit keinesfalls als leicht zu bezeichnen, teilte die Schweizer Börse SWX mit.

Der Konzern habe Bestimmungen der Kotierungsreglemente fahrlässig verletzt. In beiden Fällen sei das Konzernergebnis in beträchtlichem Mass betroffen gewesen, begründet die SWX.

Wegen Fehlbuchungen war der Konzerngewinn des Jahres 2001 um 239 Mio. Fr. zu hoch ausgewiesen worden. Im Halbjahresbericht 2002 wurde dieser Fehler dann korrigiert. Im Oktober gab der lebensversicherer einen zweiten Buchungsfehler bekannt geben. Der Halbjahresverlust 2002 verschlechterte sich dadurch um 192 Mio. Franken auf 578 Mio. Franken. Als Grund wurden EDV-Fehler angegeben.

(bert/sda)

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