Swissfirst: Verband verurteilt mögliche Verfehlungen
publiziert: Dienstag, 15. Aug 2006 / 17:57 Uhr

Zürich - Der Pensionskassenverband verurteilt mögliche Gesetzesverstösse bei Aktienverkäufen im Rahmen der Fusion von Swissfirst und Bellevue.

Es gilt erstmal die Unschuldsvermutung.
Es gilt erstmal die Unschuldsvermutung.
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Dies widerspreche dem Sinn und Geist der beruflichen Vorsorge und untergrabe das Vertrauen in die 2. Säule.

Mit aller Deutlichkeit weist der Dachverband der schweizerischen Pensionskassen (ASIP) darauf hin, dass die vorhandenen gesetzlichen Instrumente genügten. Sie müssten nur umgesetzt werden. Gegen kriminelle Machenschaften nützten auch weitere Vorschriften nichts.

In der Vermögensverwaltung seien mit der BVG-Revision per 1. Januar 2005 neue Bestimmungen in Kraft getreten. Auch gebe es seit dem Jahr 2000 mit dem Verhaltenskodex in der beruflichen Vorsorge ein Instrument der Selbstregulierung.

Gefordert seien nun die Stiftungsräte, sagte ASIP-Direktor Hans-Peter Konrad am Dienstag. Sie müssten die Verantwortlichen bei allfälligen Verfehlungen vollumfänglich zur Rechenschaft zu ziehen.

Fall Swissfirst ein Ärgernis

Nach Ansicht des Vorsorgeexperten Martin Janssen, Professor für Finanzmarktökonomie an der Universität Zürich, ist der Fall Swissfirst zwar ein Ärgernis. Er bringe aber auch Bewegung in die Branche, sagte er in einem Interview mit dem «Tages-Anzeiger».

Manchmal brauche es solche Vorfälle, damit sich etwas ändere. Allerdings gehe es nur um einzelne schwarze Schafe, die Finanztricks rigoros ausnutzten. Über 99 Prozent der Pensionskassenverwalter arbeite seriös und redlich.

«Wenn man keine Ehre im Bauch hat, bietet das System viele Möglichkeiten, um Spiele zu machen,» sagte Janssen. Als Beispiel erwähnte er Pensionskassenverwalter, die privat von einer Bank Aktien von einer Firma zugeteilt erhalten und im Gegenzug dieser Bank die Verwaltung des Pensionskassenvermögens anvertrauen.

Millionengewinn entgangen

Pensionskassenverwalter sollten auch nicht mit Vorsorgegeldern der Versicherten spekulieren. Sie sollten die Vorsorgegelder gemäss den Indexgewichten in Aktien investieren. Damit lasse sich langfristig eine höhere Rendite erzielen - bei tieferen Kosten.

Den Schleier über die Details ihrer Swissfirst-Aktienverkäufe gelüftet hat die Publica. Der Pensionskasse des Bundes ist bei dieser Transaktion ein Millionengewinn entgangen.

(smw/sda)

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