Travail.Suisse gegen AHV-Revision
publiziert: Mittwoch, 15. Okt 2003 / 12:57 Uhr / aktualisiert: Mittwoch, 15. Okt 2003 / 13:13 Uhr

Bern - Travail.Suisse ergreift das Referendum gegen die 11. AHV-Revision. Der Gewerkschaftsdachverband gesellt sich damit zum Gewerkschaftsbund (SGB) und der SP, die das Referendum bereits angekündigt haben.

Demo gegen Rentenkürzung. (Archiv)
Demo gegen Rentenkürzung. (Archiv)
Die 11. AHV-Revision sei als reines Abbauprogramm nicht akezptabel, begründet Travail.Suisse den Entscheid in einer Mitteilung. An Stelle der dringend nötigen Flexibilisierung des Rentenalters bringe sie nur einen massiven Abbau bei den Renten.

Travail.Suisse habe sich seit Beginn der 11. AHV-Revision für eine Flexibilisierung des Rentenalters eingesetzt, die allen Einkommensschichten offen stehe. Mit einem Abbauprogramm im Umfang von über 850 Millionen Franken pro Jahr habe das Parlament dieses Ziel klar verfehlt.

Mit der Streichung der sozialen Abfederung für die flexible Pensionierung breche die bürgerliche Mehrheit skrupellos alle Versprechen, die zum flexiblen Rentenalter abgegeben worden seien, heisst es weiter. Travail.Suisse bekämpfe diesen Angriff auf die AHV und wolle dem Volk das letzte Wort zur Altersvorsorge geben.

Von einer reinen Abbauvorlage sprechen auch der Schweizerische Gewerkschaftsbund und die SP Schweiz, die in den vergangenen zwei Wochen bereits das Referendum gegen die 11. AHV-Revision angekündigt haben. Unterstützt wird das Referendum auch von den Grünen.

(fest/sda)

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