Untersuchung zur Rentenanstalt-Affäre
publiziert: Donnerstag, 28. Nov 2002 / 16:48 Uhr / aktualisiert: Donnerstag, 28. Nov 2002 / 17:29 Uhr

Bern - Die vom Bundesamt für Privatversicherungen (BPV) zur Untersuchung der Rentenanstalt-Investmentgesellschaft LTS eingesetzte Expertengruppe hat einen ersten Bericht vorgelegt.

Unter den zurückgetretenen Managern war auch der frühere Rentenanstalt-Chef Roland Chlapowski.
Unter den zurückgetretenen Managern war auch der frühere Rentenanstalt-Chef Roland Chlapowski.
Aus rechtsstaatlichen Gründen könne man die Zwischenresultate zurzeit nicht veröffentlichen, erklärte BPV-Sprecher Patrick Jecklin auf Anfrage.

Die Resultate der Experten würden vom BPV nun auf ihre aufsichtsrechtliche Relevanz hin. Erst dann könne das Amt in den kommenden Tagen die involvierten Personen der Rentenanstalt befragen. Anschliessend würden die Ergebnisse beurteilt.

Unabhängig von dieser Beurteilung werde das Bundesamt den Experten zusätzliche Untersuchungen in Auftrag geben. Ziel sei, sich ein umfassendes Bild der Situation rund um die LTS zu verschaffen. Welche Aspekte im Detail untersucht werden sollen wollte Jecklin aber nicht kommentieren.

Auf der Grundlage des Schlussberichts könne dann das BPV, wenn nötig, aufsichtsrechtliche Massnahmen treffen und die Öffentlichkeit informieren. Wann der Schlussbericht vorliegen werde ist laut Jecklin noch ungewiss.

Das BPV arbeitet in diesem Verfahren eng mit der Bezirksanwaltschaft III des Kantons Zürich zusammen. Diese hatte am 11. November eine formelle Strafuntersuchung im Zusammenhang mit dem umstrittenen Anlagevehikel eingeleitet.

Über die LTS hatten Top-Manager des Lebensversicherers Rentenanstalt innert zwei Jahren Millionengewinne erzielt. Nach der Offenlegung der eingefahrenen Gewinne führte die öffentliche Empörung zum Rücktritt aller sechs an der LTS beteiligten Manager. Unter ihnen war auch der frühere Rentenanstalt-Chef Roland Chlapowski.

(bsk/sda)

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