Versicherer mit Wachstum
publiziert: Donnerstag, 23. Jun 2005 / 12:41 Uhr

Zürich - Die Versicherungsbranche hat im vergangenen Jahr zugelegt. Das weltweite Prämienvolumen stieg um 2,3 Prozent auf 3244 Mrd. Dollar.

Die Versicherungen fuhren saftige Gewinne ein.
Die Versicherungen fuhren saftige Gewinne ein.
Während die Lebensversicherer wieder Tritt fassten, schwächte sich das Wachstum des Nichtlebensektors ab. Nach einem Rückgang im Jahr 2003 kehrte das Lebengeschäft in die Wachstumszone zurück, wie aus der Sigma-Studie des Rückversicherers Swiss Re hervor geht. Hier betrugen die Prämien im vergangenen Jahr 1849 Mrd. Dollar, was einem Plus von 2,3 Prozent entspricht.

Hohe Zuwächse wurden in Westeuropa, Ozeanien und "aufstrebenden Märkten" wie Süd- und Ostasien registriert. In Westeuropa führten geänderte Altersvorsorgebestimmungen und das erstarkte Vertrauen in die Lebensversicherung zu einer Prämienzunahme von 4 Prozent.

Stagnation in den USA

Bremsend wirkte sich dagegen die Stagnation in den USA und die anhaltende Rezession in Japan aus. Laut Swiss Re haben die Lebensversicherer 2004 insgesamt ihre Profitabilität weiter verbessern können.

Das Nichtlebengeschäft legte ebenfalls um 2,3 Prozent zu, das Prämienvolumen belief sich auf 1395 Mrd. Dollar. Allerdings hat sich hier das Wachstum deutlich verlangsamt, nachdem 2003 ein Plus von 6,4 Prozent registriert worden war und 2002 ein solches von 9 Prozent.

Zurückhaltendere Zeichnungspolitik

Dabei kompensierten gemäss Studie die USA und Westeuropa Japans geringfügigen Rückgang bei weitem. In den "aufstrebenden Märkten" stiegen die Prämien 2004 um durchschnittlich 7,7 Prozent. China, Russland, Südafrika und Indien verzeichneten sogar zweistellige reale Zuwachsraten.

Obwohl die Schäden aus Naturkatastrophen rekordhoch ausfielen, erzielten die Nichtlebenversicherer 2004 positive technische Ergebnisse. Laut Swiss Re profitierten sie von strikteren Versicherungsbedingungen und einer zurückhaltenderen Zeichnungspolitik.

Im laufenden Jahr dürfte das Nichtlebengeschäft nur geringfügig zulegen, insbesondere in den Industrieländern, wie Swiss Re ausführte. Das Wachstum der Weltwirtschaft werde die Nachfrage nach Versicherungen zwar ankurbeln, doch die Tarifentwicklung könnte das Prämienwachstum dämpfen.

(rp/sda)

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