Weisse Weste für Publica
publiziert: Donnerstag, 16. Nov 2006 / 17:06 Uhr / aktualisiert: Donnerstag, 16. Nov 2006 / 18:08 Uhr

Bern - Eine externe Untersuchung ergab, dass das Engagement der Pensionskasse des Bundes, Publica, bei der Bank Swissfirst korrekt verlaufen sei.

Das Verwaltungsgebäude der Publica in Bern.
Das Verwaltungsgebäude der Publica in Bern.
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Mitte August beauftragte die Publica im Zuge der Swissfirst-Affäre die Revisionsgesellschaft BDO Visura, die Käufe und Verkäufe von Swissfirst-Aktien durch die Pensionskasse zu untersuchen. BDO Visura habe nun «keine Hinweise auf Verstösse gegen gesetzliche Vorschriften oder interne Reglemente» gefunden, teilte die Publica mit.

Die Publica hatte im Jahre 2001 Aktien der Swissfirst Bank gekauft. Sie verkaufte die Titel in mehreren Tranchen wieder, erstmals in den Jahren 2003 und 2004. 2005 veräusserte Publica ihre Beteiligung an Swissfirst vollständig.

Das Swissfirst-Aktienpaket hatte einen Umfang von über 74 000 Aktien. Es ging dabei um Transaktionen in der Grössenordnung von 4,5 Mio. Franken.

«Keinerlei Ungereimtheiten festgestellt»

Sowohl beim Kauf als auch den Verkäufen von Swissfirst-Titeln hat die Untersuchung keinerlei Ungereimtheiten festgestellt. Insbesondere gebe es «keine Hinweise darauf, dass Personen, welche in die Entscheide involviert waren, vom Kauf oder Verkauf dieser Aktien in irgendeiner Weise profitiert haben», schreibt die Publica in ihrer Mitteilung.

Die Swissfirst habe die Publica im Vorfeld des Aktienverkaufs nicht kontaktiert, um «auf einen Verkauf von Swissfirst-Aktien hinzuwirken». Schliesslich gebe es keine Hinweise darauf, dass «Mitarbeitende im Zeitraum 2001-2005 von der Geschäftsbeziehung oder dem Aktienhandel mit der Swissfirst Bank persönlich profitiert» hätten.

«Ausstieg vor Höhenflug beschlossen»

Im August hatte die Publica mittgeilt, dass beim Verkauf von Aktien an der Bank Swissfirst im letzten Herbst für knapp 4 Mio. Fr. ein zusätzlicher Gewinn von einer Millionen entgangen sei. Publicas Vermögensverwaltung habe selbst bereits Anfang 2005 entschieden, aus Swissfirst auszusteigen, nachdem die Aktie über längere Zeit an Wert verloren hatte.

Wenige Tage nach dem Ausstieg im September schoss die Aktie in die Höhe, weil Swissfirst die Fusion mit der Bank am Bellevue bekannt gab.

(lg/sda)

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