Krankenversicherung: Endlich konkrete Zahlen, die Prämien steigen um 11%

publiziert: Freitag, 3. Sep 2010 / 10:31 Uhr
Das Ergebnis zeigt: Der Prämienanstieg für 2011 ist erheblich.
Das Ergebnis zeigt: Der Prämienanstieg für 2011 ist erheblich.

Lausanne - bonus.ch, die Vergleichsseite, hat die Prämienentwicklung für 2011 anhand der provisorischen Daten von Krankenkassen, die mehr als 50% der Schweizer Versicherungsnehmer repräsentieren, analysiert.

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Konkrete Zahlen zum Downloaden (PDF)
Die Berechnung basiert auf den provisorischen Prämien gewichtet nach Anzahl der Versicherten jeder Krankenkasse und unter Berücksichtigung sämtliche Altersstufen, Franchisen, Versicherungsmodelle und Prämienregionen.
www.bonus.ch

Das Bundesamt für Gesundheit (BAG) hat die Versicherer gebeten, ihre provisorischen Prämien für 2011 nicht zu veröffentlichen. Die meisten Versicherer folgen der Direktive und veröffentlichen ihre Prämien weder auf ihren noch auf den Seiten ihrer Partner.

Manche Versicherer haben dennoch vorausschauend gehandelt: um das massive Volumen der Anfragen innerhalb des verkürzten Zeitraums besser bewältigen zu können, haben Sie ihre provisorischen Prämien den Vergleichsseiten wie bonus.ch und vergleichen.ch übermittelt. In Erwartung der Veröffentlichung der vom BAG bewilligten Prämien, hat bonus.ch die provisorischen Prämien für 2011 analysiert und folgende Tendenzen identifiziert:

Die Prämien werden in 2011 um etwa 11% steigen. Die Berechnung von bonus.ch basiert auf den provisorischen Prämien gewichtet nach Anzahl der Versicherten jeder Krankenkasse und unter Berücksichtigung sämtliche Altersstufen, Franchisen, Versicherungsmodelle und Prämienregionen.

Die Prozentzahl kann entsprechend der angewandten Berechnungsmethode variieren. Üblicherweise ermittelt das BAG seine Schätzungen ausschliesslich auf Basis der Franchise 300 (Erwachsene, traditionelles Versicherungsmodell). Die Berechnung nach dieser Methode ist jedoch nicht für alle Versicherten repräsentativ.

Appenzell-Innerrhoden, Bern, Nidwalden und Uri am stärksten betroffen

In der Deutschschweiz sind die Kantone Appenzell-Innerrhoden, Bern, Nidwalden und Uri am stärksten betroffen, mit einem Anstieg von mehr als 13%. Am massivsten ist die Prämienerhöhung in den Kantonen Uri mit 15.3% und Nidwalden mit 14.4%.

In der Romandie ist das Wallis mit einer Prämienerhöhung von 14.1% der am stärksten betroffene Kanton. Von allen Schweizer Kantonen sind Genf, Jura, Neuenburg und Waadt am wenigsten betroffen: hier liegt der Prämienanstieg bei unter 9%, wobei Neuenburg mit 7.5% den niedrigsten Wert zeigt. In allen anderen Kantonen liegt der Anstieg zwischen 9% und 13%.

Prämienerhöhung trifft vor allem die jungen Leute

Wie bereits im letzten Jahr, trifft die Prämienerhöhung vor allem die jungen Leute. Die Krankenversicherungsprämien für junge Erwachsene (19-25 Jahre) werden um etwa 13.6% steigen. Das ist 3.8% mehr als bei den Erwachsenen. Die Prämien für Kinder werden im Durchschnitt um 8.1% erhöht. Einer neuen Anordnung des BAG zufolge, müssen die Krankenkassen Prämienrabatte, die höher sind als 15% sind, ab diesem Jahr bestätigen lassen. Deshalb werden sich manche Versicherte mit einem sehr hohen Anstieg infolge einer Reduzierung des Prämienrabatts konfrontiert sehen.

So muss auch mit einem hohen Anstieg der Prämien für Versicherte mit Wahlfranchisen, im Besonderen mit hohen Franchisen, gerechnet werden. Die Franchise CHF 1500.- für junge Erwachsene wird sich am stärksten erhöhen: 15.6%, verglichen mit 10.9% für die Erwachsenen-Franchise. Im Gegensatz dazu steigt die Franchise CHF 300.- für junge Erwachsene um 12.0%, die für Erwachsene um 8.6%. Die Wahlfranchisen für Kinder steigen im Durchschnitt um 5.5%.

Ein Versicherungsnehmer, der im Kanton Bern wohnt, zur Kategorie «junge Erwachsene» gehört und eine Franchise CHF 2'500.- hat, wird sich mit einem Prämienanstieg von ca. 19.7% konfrontiert sehen, gegenüber Genf mit einem Anstieg von 12.9% für dasselbe Profil. Die Prämie für Erwachsene mit einer Franchise CHF 300.- wird in Bern um etwa 9.2% steigen, im Kanton Genf um 2.3%. Die Prämien für Kinder entwickeln sich in denselben Proportionen, mit einer Erhöhung von 8.2% in Bern gegenüber 4.2% in Genf.

Familien mit geringem Einkommen und mit kleinen Kindern

Es wird deutlich, dass die am meisten betroffenen Versicherten Familien mit geringem Einkommen und mit kleinen Kindern, oder solchen, bei denen häufig noch die Eltern die Prämien für die Krankenkasse zahlen, sind. Durch das Embargo des BAG, können sich die Versicherten nicht anhand der provisorischen Prämien über die möglichen Auswirkung auf ihre eigene Situation informieren. Die Prämien rechtzeitig zu kennen, würde jedoch gerade denen helfen, die dieses Jahr besonders betroffen sind: Familien mit Kindern und jungen Erwachsenen!

Laut einer Verhaltensstudie*, die bonus.ch im Mai durchgeführt hat, würden 20% der Versicherten dieses Jahr die Krankenkasse wechseln, sollte diese ihre Prämie erhöhen. Trotz der fehlenden Information über die provisorischen Prämien können sich die Versicherten auf bonus.ch darüber informieren, wie man seinen Vertrag für die Krankenversicherung optimieren kann.

* Verhaltensstudie vom Mai 2010

(li/ots)

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Ja der Landesindex der Konsumentenpreise wird zwar immer wieder mal angepasst, aber ich glaube auch er widerspiegelt zu wenig die Realität des Alltags. Meine Budget Aufteilung jedenfalls sieht in % völlig anders aus, als es auf dem Landesindex aufgeteilt wird.

Das absolut grösste Sparpotential liegt in den Medikamentenpreisen welche die Pharma absichtlich hoch hält, bisweilen pervers hoch.
Leider ist auch hier die Politik verseucht durch die Lobbyisten dieser Branche.

Aber auch die Versicherten müssen lernen, dass man nicht alle Freiheiten haben kann und niedrige Prämien. Wenn eine Einschränkung der freien Arztwahl wirklich spürbare Einsparungen ergibt, dann bin ich sofort dafür.
Die Erhöhung der Selbstbehalte hingegen wäre ein fataler Fehler, da bezahlen wir jetzt schon genug.
Das Parlament
hätte es auch besser machen können
- Der Vertragszwang wurde nicht aufgehoben
- der Parallelimport von Medikamenten ist heiss umkämpft

Und die Kantone auch, denn jeder will natürlich in seinem Spital alles anbieten

bis zu den Gemeinden, die natürlich ihr kleines Spitäli vehement verteidigen.

und den Patienten selbst, die selbst die kleinste Einschränkung der freien Arztwahl bekämpfen.

Selbstverständlich sollten die Krankenkassenprämien endlich in den Landesindex der Konsumentenpreise aufgenommen werden.
weg vom Kantönligeist
Hier läuft einiges schief und die Politik unternimmt nichts. Der Landesindex der Konsumentenpreise weist im August eine Teuerung von NULL % aus http://www.bfs.admin.ch/bfs/portal/de/index/themen/05/02.html und wir sollen im Durchschnitt 11 % mehr Krankenkassenprämie bezahlen. Versteht das noch irgendjemand? Hier muss der Kantönligeist abgeschafft werden, weil diese Besitzstandswahrung zu teuer zu stehen kommt. Unsere Gesundheitsversorgung ist extrem überdimensioniert und wird je länger desto mehr unbezahlbar. Roi Pascal hat es verschlafen, die Kosten in den Griff zu bekommen und hat uns bloss Sand in die Augen gestreut. Mit grossen Sprüchen löst man eben keine Probleme.
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